Valentin - mein kleiner Prinz
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12. Brief an Valentin
12. Brief an Valentin

Mein geliebter Sohn,

wieder ist eine Woche geschafft, die sehr ereignisreich war.

Montag und Dienstag hatte Mama wegen ihres Geburtstags frei und hat sich mal einen ganzen Tag in der Claudius Therme in Köln gegönnt. Das war sehr entspannend und hat richtig gut getan.

Mittwoch ging es dann wieder Richtung Büro, um sich weiter ans Arbeiten zu gewöhnen. Leicht fällt das leider immer noch nicht.
In der einen Stunde gehen die Dinge wie von selbst, in der nächsten hab' ich richtige Konzentrationsschwierigkeiten und nix funktioniert. Meine Gedanken schweifen dann wer weiß wohin und ich krieg nix auf die Reihe.
Natürlich möchte ich meine Arbeit gerne wieder so machen, wir vor meiner Abwesenheit, aber ich kann das einfach nicht. Ich merke auch, dass mich lange Tage - so wie sie früher an der Tagesordnung waren - mehr als anstrengen und deshalb gibt es sie zur Zeit nicht, obwohl genug Arbeit da ist, um sie zu füllen.
Desöfteren habe ich meinen Kolleginnen gegenüber ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, dass sie das ein oder andere Mal noch immer meine Dinge bearbeiten (müssen). Die zwei gehen nahezu unter vor lauter Arbeit und ich kann ihnen nichts abnehmen. Zeitlich wäre das sicher kein Problem, aber irgendwie hab' ich immer das Gefühl, dass ich noch zu viel falsch mache. Es zu lange dauert oder mein Kopf leer ist und ich nicht weiß, was zu tun ist.

Vermutlich tritt hier wieder mein "Problem" auf den Plan, dass ich selbst zuviel von mir erwarte. Deine Geburt ist jetzt erst etwas über 6 Wochen her und ich bin einfach noch nicht wieder angekommen. Und es fällt mir schwer zu lernen bzw. damit umzugehen, dass mein Leben jetzt eben nicht mehr so ist wie vorher.
Sicher wird das noch kommen, aber dafür muss ich geduldig sein. Und Geduld ist nicht unbedingt eine Eigenschaft, die ich besitze

Mittlerweile haben neben Janina noch weitere Menschen Deine Fotos angesehen und alle sind sich einig, dass Du ein wunderschöner kleiner Kerl bist. Jedesmal, wenn ich jemandem Deine Bilder zeige, bin ich sowas von Stolz, das kann ich gar nicht so richtig in Worte fassen. Es ist ein schönes Gefühl Dich anzusehen, die Reaktionen der Menschen zu beobachten und zu wissen, dass Du mein Sohn bist - wenn auch leider nicht bei mir. Was wirklich interessant ist: alle müssen schmunzeln, wenn sie Deine Fußabdrücke und das Foto dazu sehen. Die sind aber auch zu niedlich!

Mama hat lange überlegt, wie sie Melli eine Freude machen und ein Stück von ihrer Dankbarkeit zeigen kann. So wirklich geht das natürlich nicht, weil es für das, was Melli für uns getan hat keine Worte gibt und schon gar nichts, was es auch nur ansatzweise aufwiegt. Soll es vielleicht ja auch nicht. Trotzdem hatte ich ständig das Gefühl, dass ich was tun muss.

Also habe ich für Melli und mich erneut U2 Karten für den 10. August besorgt. Die ursprünglichen Karten hatte ich ja Anfang des Jahres verkauft, weil ich der Meinung war, dass ich vier Wochen nach Deiner Geburt nicht schon auf ein Konzert rennen kann. Dazu habe ich ihr dann eine Karte geschrieben und ihr mitgeteilt warum ich das tue.
Nämlich deshalb, weil wir von etwas viel zu wenig haben: Zeit miteinander. Die letzte Zeit, die wir länger miteinander verbracht haben, war aufgrund meines Krankenhausaufenthaltes und das war kein schönes Ereignis. Wir sollten Zeit miteinander verbringen und etwas Schönes erleben. Und weil Melli "ihren" Bono unbedingt live sehen wollte und sie sich schon so auf das Konzert gefreut hatte, gab's halt nochmal Tickets für sie. Ihre Freude war riesig und ich war mir sicher, dass nichts anderes so ein Strahlen verursacht hätte.
Somit besuchen wir also Bono und seine Jungs. Werden unsere Gesellschaft genießen, Spaß haben, gute Musik hören und genau an diesem Tag zurück denken, was fünf Monate vorher war...nämlich Deine Geburt.

Mittlerweile hat Mama mit Deinem Patenonkel zusammen auch einen Stein für Dich ausgesucht. Darauf wird Dein Name und das Sternenbild aus der NRZ-Traueranzeige zu sehen sein. Kevin und ich malen den Stein dann noch schön an und er wird dann auf dem Gräberfeld seinen Platz finden. Wenn er fertig ist gibt es natürlich auch ein Foto davon. Ich denke aber, er wird Dir gefallen!

Du merkst, die Tage vergehen...einer nach dem anderen und niemals ohne Momente, in denen ich an Dich denke. Das sind mal viele, mal wenige, aber es gibt sie immer.

Mit Bine zusammen habe ich in der Phantasie ein schönes Bild "gemalt", wo Du bist und was Du machst: Du sitzt mit Deiner Oma zusammen auf Eurer Wolke und gleich nebenan ist ein Teil von Bine's Familie, u.a. ihre Oma, die vor kurzer Zeit verstorben ist. Bine meinte mittlerweile hättest Du bestimmt schon zugenommen, weil ihre Oma so gut für Dich mitkocht und Dir all' die Dinge vorsetzt, die ich nicht für Dich machen kann. Irgendwie gibt mir das ein besseres Gefühl zu glauben, dass Du im Sternenkinder-Land nicht nur Kinder, sondern auch viele andere liebe Menschen um Dich hast.

Ich bin zwar auf einem guten Weg, meinem Leben wieder etwas Normalität zu verleihen und ich schaffe es sogar schon nachts ein wenig mehr Ruhe zu finden, als das bisher der Fall war. Aber nichts desto trotz, fühle ich noch immer diesen Schmerz über den Verlust.
So gerne hätte ich Dich bei mir, aber es hat leider nicht sollen sein. Ich werde also auch weiterhin "nur" an Dich denken können, mir Deine Bilder anschauen und das fühlen, was immer da ist: Stolz und Liebe für meinen kleinen Prinzen!

Sei artig und paß' schön auf Dich auf!

In tiefer Liebe,
Deine Mama
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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