Valentin - mein kleiner Prinz
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(c) KeHe 2010
13. Brief an Valentin
13. Brief an Valentin

Mein geliebter Sohn,

die letzte Aprilwoche ist vergangen. Schon über 7 Wochen ist es her, dass ich Dich geboren habe. Sieben Wochen, die mir so unendlich lang und doch auch wieder kurz vorkommen.

Sie kommen mir lang vor, weil ich mich jeden Tag auf's neue frage, wie ich es bis hierher geschafft habe. Jeder Tag ist enorm anstrengend. Seit ich wieder arbeiten gehe noch viel mehr als in der Zeit, als ich zuhause war. Die Stunden vergehen langsam, aber stetig.

Manchmal komme ich mir aber dennoch so vor, als sei es gestern gewesen, dass ich im Krankenhaus liege und auf Dich warte.

Die Bilder in meinem Kopf lassen sich nicht auslöschen und das will ich ja auch gar nicht. Oftmals erscheinen sie aber so urplötzlich und in Situationen, in denen ich überhaupt nicht damit rechne. Ich bin dann überrascht, überrumpelt und fühle mich völlig verunsichert. Weil ich mich in solchen Momenten nicht den Gefühlen hingeben kann, die mich gerade überrennen. Ich kann und will z.B. nicht weinend im Büro sitzen, auch wenn mir danach ist. Nicht weil ich mich schäme oder glaube, dass die Kollegen wer weiß was von mir halten, sondern weil diese Gefühlsausbrüche uns bzw. mir gehören. Die möchte ich nicht teilen. Und wenn doch, dann möchte ich selbst entscheiden mit wem und wann. Aber Gefühle lassen sich nunmal nicht kontrollieren.

Als ich die Entscheidung zum Abbruch der Schwangerschaft getroffen habe war mir schon kurze Zeit später klar, dass ich für Dich einen Gedenkbaum pflanzen möchte. Und zwar am besten im Kreis Deiner Familie. Welcher Ort wäre da besser geeignet, als der Garten von Oma & Opa?
Heute am 01. Mai 2010 sollte der Pflanztag sein. Ich fuhr also hin und bin ziemlich überrascht worden, als ich mitbekommen habe, dass Opa Dein Bäumchen schon eingepflanzt hat. Leider ohne mich und bereits in der vergangenen Woche. Ich weiß ja, dass er es nicht böse gemeint hat, aber irgendwie hat es mich traurig gemacht, dass ich nicht dabei gewesen bin. Opa ist aber eher der pragmatische und als er gesehen hat, dass es dem Bäumchen in seinem Topf zu eng wird, hat er ihn halt schonmal eingepflanzt. Nur hätte ich gerne auch geholfen, weil es für mich ein weiterer Schritt ist, der mich Abschied nehmen lässt.
Jetzt ist es aber wie es ist und Dein Baum steht im Vorgarten von Oma & Opa. Wenn er ein wenig gewachsen ist, wird ihn dort jeder sehen können. Ich habe Fotos davon gemacht, damit auch die Besucher Deiner Homepage den Baum anschauen können (www.kleiner-prinz-valentin.net/Galerie/kat-6.htm) Nach und nach werde ich die Wachstums-Fortschritte im Bild festhalten und auf der Homepage zugänglich machen. Es handelt sich übrigens um einen Sternenbusch, der bis zu 2 m hoch wird und von August bis Oktober blaue Blüten trägt.

Da aber auch ein Bäumchen ggfs. vergänglich ist, man eine Kette verlieren kann und Bilder verblassen, habe ich mich dazu entschieden, etwas für ewig bleibendes zu schaffen.
Also bin ich mutig ins Tattoostudio gegangen, habe mein Wunschmotiv vorgelegt und für den 04. Juni einen Termin ausgemacht. Ja, Du hast richtig gelesen, Deine Mama lässt sich wieder tätowieren. Diesmal wird es Dein Name inkl. der Sternchen aus der Traueranzeige sein. Normalerweise halte ich nicht besonders viel davon, wenn man sich Namen tätowieren lässt, zumindest nicht, wenn es sich um den des Partners handelt. Aber den Namen seines Kindes (egal ob lebend oder verstorben) auf der Haut zu tragen, finde ich völlig akzeptabel.
Denn Kinder gehören für immer zu einem. So wie Du zu mir!
Wenn ich das Tattoo dann habe und es ein wenig abgeheilt ist, werde ich es Dir auch zeigen.

Habe ich Dir eigentlich gesagt, dass Frau Hotz-Wegner im Urlaub ist und ich sie erst Ende Mai wieder treffen werde? Ich gönne ihr diese Auszeit sehr, weil ich der Überzeugung bin, dass sie in ihrem Job hin und wieder Kraft tanken muss, um diesen ausüben zu können. Andererseits weiß ich aber, dass mir die Gespräche fehlen werden. Es passiert immer noch so viel über das ich gerne sprechen würde. Nicht mit der Familie oder Freunden, sondern mit einer neutralen Person, die mir nicht so nahe steht, mir aber trotzdem helfen will und es auch tut.
Ich freue mich schon jetzt drauf, wenn sie wieder da ist!

Im Büro läuft es leider auch immer noch mehr schlecht als recht. Manche Tage muss ich mich richtig überwinden um überhaupt aufzustehen und hin zu gehen. An anderen freue ich mich drauf. Doch egal wie meine Tagesform ist, ich erledige die Tätigkeiten noch immer nicht in der Qualität, wie ich sie von mir einfach erwarte. Ich weiß, dass es nicht richtig ist so zu denken und ich mir einfach Zeit geben muss. Aber das ist so schwer. Deine Mama hat jahrelang mehr als 100 % gegeben, dass ich das jetzt gerade nicht kann, ärgert mich maßlos.
Wie hat schon Frau Hotz-Wegner gesagt: Vielleicht waren die Erfahrungen der letzten Wochen auch ein Zeichen dafür, dass ich Tempo aus meinem Leben nehmen muss.
Möglicherweise hat sie recht. Ich habe Dir ja schonmal geschrieben, dass ich durch unsere Geschichte gemerkt habe, wie sich Prioritäten verschieben. Das trifft wohl am ehesten auf den Job zu.
Meine Arbeit ist mir immer noch wichtig und ich mache sie nach wie vor gerne, aber sie ist nicht mehr das Wichtigste.
Der Preis, den ich für diese Erkenntnis bezahlt habe, ist mir nur deutlich zu hoch!

Mein lieber Schatz, Deine Mama ist zwar schon ein gutes Stück des langen Weges zurück ins Leben gegangen, aber es liegt noch so viel vor mir. Ich werde auch weiterhin versuchen kleine Schritte zu gehen und diese als Erfolg anzunehmen. Auch wenn ich oft das Gefühl habe, an einem Gummiband zu hängen und nicht zu wissen, wann es mich zurück auf "Start" zieht. Hoffentlich tut es das nie, sondern wird reißen und mich in ein Leben "entlassen", in dem ich mich wohlfühle...mit Dir in meinen Gedanken und festverwurzelt im Herzen!


In tiefer Liebe,
Deine Mama

Nachtrag:
Ich habe total vergessen Dir davon zu berichten, dass beim Entenrennen (www.eckumer-entenrennen.de/) am vergangenen Sonntag für Dich auch ein Entchen am Start war. Es ist zwar ins Ziel gekommen, aber leider nicht unter den ersten 400, so dass es keinen Preis gab.

Hier ein Bild von Deiner "Sternenkind-Ente"!

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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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