Valentin - mein kleiner Prinz
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(c) KeHe 2010
14. Brief an Valentin
14. Brief an Valentin

Mein geliebter Sohn,

der Mai ist angebrochen und hat schlechtes Wetter im Gepäck. Das passt zu meiner derzeitigen Stimmung.

Wie Du ja weißt, gehe ich wieder arbeiten und in der vergangenen Arbeitswoche bin ich von jetzt auf gleich an meine Grenzen gestoßen. Und erneut habe ich mir die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist, dass ich jeden Tag ins Büro gehe. Die Konzentration fehlt nach wie vor und ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass ich mehr als nur dünnhäutig bin. Kleinigkeiten regen mich extrem auf oder machen mich traurig. Meine Schlagfertigkeit fehlt nahezu total und wenn jemand Kritik übt oder mir zuviel aufträgt (was gar nicht viel ist, aber mir kommt es so vor), dann könnte ich so losheulen.

Manchmal komme ich mir vor, als wüsste ich überhaupt nichts mehr vom Ablauf und ich vergesse auch dauernd irgendwas. Das passiert immer in den Momenten wo ich mit meinen Gedanken weit weg bin...bei Dir...meinem Sternenkind!

Als ich am Dienstag in Frankfurt war - das erste Mal seit ich wieder zurück bin - war ich schon irgendwie nervös. Ich wusste halt nicht, wie die Kollegen dort reagieren, wenn wir das erste Mal wieder aufeinander treffen. Da aber kaum jemand da war bzw. von Termin zu Termin hetzte, war es ein angenehmer Aufenthalt. Ich wurde dann auch noch beschenkt, bzw. wohl eher Du. Meine Kollegen haben einen Stern auf Deinen Namen taufen lassen! Du kannst Dir sicher vorstellen, dass ich völlig überwältigt war und natürlich liefen auch viele Tränen.
Es ist immer wieder schön, auf Dokumenten oder sonstwo Deinen Namen zu lesen und ich fühle mich in dem Moment noch mehr als sonst als Deine Mama und bin extrem stolz.

Hier ist sie also, Deine Sternenurkunde:








Die ganze Woche über habe ich abends ein Buch gelesen. Das hat mir meine liebe Kollegin Susana geschenkt. Es ist von Friederike Rosenfeld und heißt "Ich hätte Dich so gern gekannt". Das, was wir erlebt haben, musste sie schon im Jahre 1996 durchmachen und hat ihre Freizeit seitdem fast ausschließlich ihrer "Sternschnuppe" gewidmet (www.sternschnupperike.de/). Das was sie beschreibt, konnte ich in weiten Teilen nachvollziehen und es hat die Erinnerung wieder so lebendig werden lassen. An vielen Stellen war ich sehr traurig, an anderen hatte ich sogar das Gefühl glücklich zu sein und es auch zu dürfen. Es ist wirklich Wahnsinn, wie viele Betroffene es gibt und doch redet die Öffentlichkeit nicht über dieses brisante Thema. Es wird einfach verschwiegen. Als würde es solche Kinder wie Dich, nämlich Sternenkinder, nicht geben. Als wärt ihr keine Menschen gewesen, die es durchaus verdient hätten, das Licht der Welt zu erblicken. Ich habe große Hochachtung vor Rike und dem, was sie bis jetzt auf die Beine gestellt hat.

Mein lieber Schatz, wie Du merkst, vergeht keine Woche, in der nicht irgendwas passiert oder ich etwas erlebe. Es sind schöne Dinge dabei und weniger schöne. Dinge, die mich traurig machen oder nachdenklich werden lassen und Dinge, über die ich lachen kann und mich freue.
Ab und zu kommt aber auch so etwas wie ein "schlechtes Gewissen" auf, weil ich denke, dass ich mich nicht zu freuen habe. Mein Kind ist nicht bei mir und ich erlaube es mir glückliche Momente zu erleben. Doch dann rufe ich mir wieder ins Gedächtnis, was sowohl Frau Güther-Fontaine als auch Frau Hotz-Wegner zu mir gesagt haben:

"Ihr Valentin möchte eine Mama, die um ihn trauert, sich seiner erinnert und dabei doch niemals das Lachen verlernt, wie schwer es auch sein mag"

Die beiden haben ganz sicher recht damit, auch wenn es mir unendlich schwerfällt das zu glauben.

Ich hoffe sehr, dass Du genau das von Deiner Mama erwartest und Du darfst mir ruhig glauben wenn ich Dir sage, dass ich es auch möchte, nur der Weg bis ich es kann, der erscheint mir unendlich weit.
So weit, wie die Entfernung von der Erde zu Deinem Stern ist!

In tiefer Liebe,
Deine Mama


Nachtrag zum gestrigen Brief:

Heute ist Muttertag und ich fühle mich deprimiert und traurig! Darf ich diesen Tag jetzt auch als "meinen" Tag ansehen? Oder ist der nur für Mütter gemacht, die ihre Kinder bei sich haben?
Keine Ahnung!
Ich denke jedenfalls schon den ganzen Tag ganz doll an Dich und merke wieder mal, wie sehr Du mir fehlst! Deine Mama liebt Dich!
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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