Valentin - mein kleiner Prinz
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16. Brief an Valentin
16. Brief an Valentin

Mein geliebter Sohn,

am gestrigen Pfingstsonntag wurde Mama's Patenkind Chantal konfirmiert. Ich hatte Dir ja berichtet, dass ich dem Tag mit gemischten Gefühlen entgegengehe, da ich dort das erste Mal auf einige aus der Familie treffe und ich nicht wusste, wie wohl der ein oder andere reagieren würde.
Außerdem musste ich in die Kirche und da gehe nicht besonders gerne hin.

Der Tag begann also mit frühem Aufstehen und um 09.30 Uhr waren Janina und ich schon an der Kirche, die um 10 Uhr beginnen sollte.
Der Gottesdienst war an und für sich okay und beinhaltete sogar ganz witzige Passagen, da Pfarrer Neubauer meinte, eine Predigt zu halten, bei der fast alle nahestehenden Verwandten der Konfirmanden mit einbezogen wurden.
Aus Eltern wurden "Versorger", aus Großeltern "Sponsoren" und aus Paten die "Aufklärer". Die Konfirmanden waren "die Mannschaft", der Chor "die Cheerleader Gottes" und der Pfarrer selbst bezeichnete sich als "Trainer".

Nach der Einsegnung und Konfirmierung gab es das Abendmahl und Chantal hatte sich gewünscht, dass ihre Familie mitmacht. Den Wunsch haben wir ihr natürlich erfüllt.

Alles in allem war es auszuhalten, aber nichts desto trotz war ich froh, als ich nach etwas über 2 Stunden wieder draußen war.

Dann ging es nach Hause, wo schon kurze Zeit später das Mittagessen geliefert wurde.

Ich bin so froh, dass es gestern so schönes Wetter war, denn sonst hätten wir drin ein wirkliches Platzproblem gehabt. Entweder hatte Oma sich im Vorfeld verzählt oder es sind einfach mehr Leute gekommen als angekündigt waren.

Dann hat Chantal sich eine Fotoserie gewünscht, die kurz nach dem Mittagessen gemacht wurde.

Hier mal drei Bilder des Ergebnisses, damit Du auch einen kleinen Einblick bekommst:



die ganze Familie auf einen Blick



die stolze Konfirmandin Chantal



Chantal mit Deiner Mama

Obwohl es ein wirklich schöner Tag war - mal abgesehen von der etwas komischen Stimmung innerhalb der Familie - gab es ganz viele Momente, in denen ich an Dich gedacht habe. Nicht weil ich auf Dich angesprochen worden bin, das ist eigentlich überhaupt nicht passiert - wenngleich es natürlich wieder "diese Blicke" gab. Einfach deshalb, weil mir immer wieder ins Gedächtnis kam, dass ich eigentlich im Mutterschutz wäre und am Konfirmationstag hätte hochschwanger sein sollen.
Ein oder zwei Mal hatte ich das Gefühl ich müsste in Tränen ausbrechen. Ich habe mich aber zusammengerissen und es nicht getan. Es war Chantal's Ehrentag und ich wollte ihr keine weinende Patentante zumuten. Im Nachhinein denke ich mir aber ich hätte einfach ins Schlafzimmer gehen und losweinen sollen. Dann wäre es mir sicher ein wenig besser gegangen.

Im Flur lag Dein Stein, an dem ich an dem Tag sicher hundertmal vorbeigelaufen bin und ganz oft einen Blick darauf geworfen habe. Er ist wirklich sehr schön geworden und alle - inbesondere Dein Patenonkel und Deine Mama - sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Ich hoffe Du auch. Schau' ihn Dir an:




Ich glaube, wenn er nächsten Samstag von Kevin und mir noch angemalt wird, ist er richtig toll. Davon bekommst Du dann selbstverständlich auch ein Bild.

Am späteren Nachmittag habe ich mich dann lange mit Andrea unterhalten und mit ihr auch über Dich gesprochen. Als sie später nach Hause fuhr und wir uns zum Abschied in den Arm genommen haben hat sie mir gesagt, dass sie Dich auch sehr gerne mal sehen würde. Du kannst Dir nicht vorstellen, wie sehr mich das gefreut hat. Jemand aus der Familie fragt mich explizit, ob er bzw. sie Dich sehen darf. Das ist so toll!

Gegen 17.30 Uhr fuhr dann auch der letzte Besuch Richtung Heimat und wir haben uns ans Aufräumen gemacht. So viel war es nicht mehr, da wir ja tagsüber immer mal was gespült und weggeräumt haben.

Eine Stunde später haben Janina und ich uns dann auch verabschiedet und sind nach Hause gefahren.

Dort angekommen habe ich noch schnell die Bilder ins Online-Album gestellt und bin dann auch recht bald schlafen gegangen.

Aber irgendwie war es eine sehr unruhige Nacht und gegen drei Uhr bin ich wachgeworden, weil ich so sehr geweint habe. Mein eigenes Schluchzen hat mich geweckt.
Meine Seele hat wohl mal wieder aufgeräumt und ich kann mich dran erinnern, dass ich kurz vor dem Aufwachen von Dir geträumt habe. Diesmal jedoch nicht vom Krankenhaus oder von den Bildern, sondern ich habe Dich gesehen. Wie Du lebst und ein kleiner Junge bist, der durch Oma's Garten tollt.
Diese Art von Bilder sehe ich in letzter Zeit immer öfter und ich frage mich wirklich, ob ich verrückt oder wahnsinnig werde. Oder ist das alles normal? Warum lässt mich meine Phantasie diese Bilder sehen? Das kann doch nicht nur deshalb sein, weil ich Dich so unendlich vermisse. Oder etwa doch?
Vielleicht ist es auch gerade jetzt so "schlimm", weil der Tag Deiner Beisetzung immer näher rückt. Ich weiß es nicht!

Einerseits graut es mir vor dem Tag, andererseits "freue" ich mich darauf. Darf ich doch endlich wieder ein Stück Abschied nehmen, wenngleich es auch weh tut und irgendwie endgültig erscheint. Du bist doch mein Sohn. Wie kann ich Dich so einfach loslassen? Weggeben? Deine Reise antreten lassen?
Andererseits sagt mir mein Mutterherz, dass es Dir dort, wo Du dann bist - nämlich im Sternenkinder-Land - besser gehen wird.

Ich bin so froh, dass Frau Hotz-Wegner bald wieder da ist, damit ich über all' das mit ihr sprechen kann. Möglicherweise hat sie eine Antwort auf meine Fragen und kann mir helfen besser zu verstehen, was mich gerade beschäftigt.

Am letzten Freitag war ich so durcheinander, dass es sich im Büro zu einem richtigen Chaos-Tag entwickelt hat und ich glaube sogar, dass mein Chef sich diesmal sehr anstrengen musste, um Verständnis für mich aufzubringen. Vielleicht kann er es aber deshalb, weil er weiß, dass ich eigentlich gute Arbeit abliefere und er sich auf mich verlassen kann und diese schlechten Tage der Situation geschuldet sind.
Ich habe das Gefühl je mehr ich mich bemühe alles richtig und es auch allen recht zu machen, umso chaotischer wird es. So viele Fehler wie in der vergangenen Woche habe ich - glaub' ich zumindest - in den letzten fünf Jahren nicht gemacht.

Es hat zwar für viele den Anschein, als stünde ich schon wieder mitten im Beruf und im Leben, aber das ist bei Weitem nicht der Fall. Manchmal glaube ich, dass ich von montags bis freitags einfach nur eine Rolle spiele und zwar die, die von mir erwartet wird: die funktionierende Mitarbeiterin und Kollegin. Das gelingt mir mal gut mal weniger gut und das lässt sich am Ergebnis meiner Arbeit messen.
Anscheinend ist Deine Mama eine recht gute Schauspielerin!

Ich weiß gar nicht, ob ich Dir erzählt hatte, dass Sabine (das Äffchen ) Deine Fotos gesehen hat. Sie fand Dich genauso niedlich wie all' diejenigen, die Dich bisher betrachtet haben. Und auch Susana (erinnerst Du Dich an sie?) war überwältigt, als sie letzten Dienstag Deine Bilder gesehen hat. Sie meinte, dass man merken würde, was für eine stolz Mama ich bin. Gerade in den Momenten, wo ich über Dich spreche oder Deine Bilder zeige.

Ja lieber Valentin, es ist tatsächlich so, dass Deine Mama schrecklich stolz auf Dich ist und Dich von Herzen liebt.

Den heutigen Brief an Dich möchte ich mit Chantal's Konfirmationsspruch abschließen. Vielleicht ist an diesem etwas Wahres dran, auch wenn ich es für mich persönlich noch nicht erkenne, aber dazu bin ich wohl nicht gläubig genug.

Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht!
Glaubt an Gott und glaubt an mich! (Joh. 14,1)

In tiefer Liebe,
Deine Mama







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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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