Valentin - mein kleiner Prinz
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17. Brief an Valentin

17. Brief an Valentin


Mein geliebter Sohn,

ich weiß gar nicht so recht wo bzw. wie ich diesmal anfangen soll. Irgendwie ist es eine sehr komische Woche gewesen, die in erster Linie von langem Arbeiten geprägt war.

Nachdem Chantal's Konfirmationstag gelaufen war, hab ich mich sehr darüber gefreut, dass Montag auch noch arbeitsfrei war. Ich brauchte die Ruhe dringend. Ich scheine doch noch nicht so wirklich stressresistent zu sein, wie ich gedacht habe.
Dienstag ging es dann also wieder los und das gleich mal mit sehr viel Arbeit, die ich bis abends relativ gut weggearbeitet hatte.

Und dann war schon wieder Mittwoch und ich wusste bereits beim Aufstehen, dass es nicht mein Tag werden würde. Wie jeder Mittwoch halt. Meine Arbeit hab' ich relativ gut hinbekommen, wenngleich es auch wieder spät geworden ist, bis ich aus dem Büro kam. Als ich zuhause angekommen bin war es schon fast 21 Uhr. Du weißt, was das für Deine Mama heißt, oder? Richtig, der Zeitpunkt Deiner Geburt war fast erreicht. Ich habe Dir ja schon mehrfach berichtet, dass jeder Mittwoch irgendwie Horror ist, aber an diesem habe ich es als besonders schlimm empfunden. Ich kann Dir nicht mal genau sagen wieso. Es war einfach extrem traurig. Deutlich trauriger, als die vorangegangenen Wochen!
Hinzu kommt, dass ich die letzten Tage so komische Träume habe, die mich nicht wirklich gut schlafen lassen. Ich werde immer wieder mal wach und fange dann an darüber nachzudenken, warum ich gerade diesen Traum hatte und welche Bedeutung dahinterstecken könnte. Zu einem Ergebnis komme ich so gut wie nie. Ich finde für meine Träume keine Erklärung. Das einzige, was sie mir immer wieder sehr deutlich machen ist, dass ich Dich so sehr vermisse. Denn jeder Traum hat mit Dir zu tun.

Ich sehe Dich in ganz vielen Situationen. Manchmal erlebe ich meinen Tag nochmal neu...dann allerdings mit Dir.
Die Bilder, die erscheinen zeigen Dich manchmal in Alltagssituationen oder wie Du etwas lernst. So als wärst Du wirklich da. Mit dem Unterschied, dass Du in meinen Träumen immer ein gesunder, kleiner Kerl bist, der sich aufmacht die Welt zu entdecken.
Manchmal bilde ich mir sogar ein, dass ich Deine Stimme hören kann. Wobei ich ja überhaupt nicht weiß, wie sie geklungen hätte.
Ich kann "sehen", wie Du aufwächst, anfängst zu laufen, wie wild in Oma's und Opa's Garten herumtollst. Wie Chantal mit Dir spazieren geht. Wie Deine Patentante Dich zum Wochenendbesuch abholt und Du mir zuwinkst. Ich "sehe" Dich bunt kostümiert mit Deinem Patenonkel beim Karnevalsumzug und wie Du Geburtstag feierst und
das Papier von den Geschenken reißt.

Werd' ich jetzt verrückt? Fange ich an durchzudrehen?
Oder ist das eine Form der Verarbeitung, deren Sinn mir noch nicht klar ist?
Einerseits fühlt es sich gut und richtig an, andererseits denke ich aber oft darüber nach, ob das wirklich so sein muss. Morgens völlig gerädert aufzustehen, sich müde und schlapp zu fühlen und darauf zu hoffen, irgendwie den Tag zu überstehen. Ohne beim Job Fehler zu machen und die Augen nach Möglichkeit offen zu halten.

Als ich am Donnerstag die Utensilien eingekauft habe, die für's Anmalen Deines Steins notwendig waren fühlte ich mich sogar mitten am Tag unter vielen Menschen ganz schrecklich.
Meine Phantasie hat mir gezeigt, dass es viel schöner gewesen wäre bunte Farben zu kaufen, mit denen Dein Zimmer angemalt wird. Denn genau das war ja der "Zeitplan". Sobald Mama im Mutterschutz ist geht's daran die Wohnung für Deine Ankunft herzurichten. Doch in dem Moment musste ich Farben kaufen, um Deinen Steinfindling für's Gräberfeld anzumalen. Das hat mich unendlich traurig gemacht und ich war sehr bemüht nicht mitten im Laden loszuheulen.

Am Samstag war es dann so weit: die Malaktion stand auf dem Programm. Leider ist Kevin erkrankt und musste das Bett hüten, so dass er nicht helfen konnte. Chantal ist aber eingesprungen und hat fleißig geholfen. Hat sie gut gemacht.

Hier ist das Endergebnis unserer Bemühungen und ich hoffe sehr, dass es Dir gefällt:



(www.kleiner-prinz-valentin.net/Galerie/kat-8.htm)

Ich finde den Stein sehr gelungen. Er ist kindgerecht, nicht zu auffällig und hat dank' Deiner Sternchen absoluten Wiedererkennungswert. Eigenlob stinkt ja bekanntlich, ich sage es trotzdem: Das haben wir gut gemacht!

In knapp zwei Wochen ist es dann soweit und er wird seinen Platz auf dem Gräberfeld finden. Ganz in Deiner Nähe und für alle Menschen sichtbar. Im Laufe der Woche werde ich noch das Kistchen herrichten, das Du auf Deine Reise mitnehmen wirst. Darin sind Sachen, die liebe Menschen Dir schenken wollen, um Dir zu zeigen, dass Du nicht vergessen bist. Natürlich kommt auch noch was von Deiner Mama dazu.
Ich bin schon sehr gespannt und aufgeregt, wie sich der Tag Deiner Beisetzung gestalten wird. Aber wie schon gesagt, bis dahin sind es noch gut zwei Wochen und ich möchte da noch gar nicht so viel drüber nachdenken, das kommt sicher noch früh genug.

Nächste Woche steht erstmal der Tattoo-Termin auf dem Programm. Das sorgt derzeit für mehr Aufregung! Janina wird mich als Unterstützung begleiten. Sie möchte sich das unbedingt ansehen, weil sie selbst drüber nachdenkt, sich ein Tattoo stechen zu lassen. Ob die Ärmste weiß, dass ich nicht unbedingt ein gutes "Anschauungsobjekt" bin? Ich werde sicherlich heulen wie ein Schloßhund, weil tätowieren durchaus weh tut
Aber ich weiß ja, warum ich diese Schmerzen aushalte und das macht es irgendwie erträglicher, zumindest in meinen Gedanken.
Ich freue mich auf das Ergebnis und werde es Dir dann auch zeigen.

Mein lieber Schatz, Deine Mama beendet nun den heutigen Brief. Ich werde auch in der kommenden Woche wieder ganz viel an Dich denken und mir wünschen, dass das Schicksal unsere Karten anders gelegt hätte.

In tiefer Liebe,
Deine Mama

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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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