Valentin - mein kleiner Prinz
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(c) KeHe 2010
25. Brief an Valentin
24. Juli 2010
25. Brief an Valentin

Mein geliebter Sohn,

nun ist auch der Juli schon fast um und Du seit bald 5 Monaten nicht mehr bei mir.
Das ist so unglaublich kurz und doch so lang!

Eigentlich hättest Du jetzt schon zwei Wochen Lebenszeit hinter Dir. Würdest hier rumquäken und das tun, was Babys in dem Alter nunmal machen.
Doch leider ist alles ganz anders.

Nachdem nun einige Zeit vergangen ist, ich Ruhe gefunden habe und langsam damit beginne die Trauer zu verstehen und zu verarbeiten, will es mir einfach nicht in den Kopf, dass Du nicht da bist. Noch immer tut es so verdammt weh!!! Du fehlst mir so sehr!!!

Man sagt die Zeit heilt alle Wunden; welche meint man denn damit? Wenn man sich das Knie aufgeschlagen oder in den Finger geschnitten hat? Wenn eine Beziehung in die Brüche gegangen ist? Welche? Das man den Verlust von einem Kind betrauert kann damit nicht gemeint sein. Denn ich glaube soviel Zeit gibt es gar nicht, dass da irgendwas heilen könnte. Es wird immer weh tun, immer wirst Du fehlen!
Schmerz wird verblassen, aber vergessen? Nein, das geht überhaupt nicht! Wie könnte ich mein Kind vergessen?

Ich hatte Dir ja berichtet, dass ich mich mit jemandem treffen werde, der mir in den vergangenen Wochen sehr viel Gutes getan hat. Nur durch Worte.

Das Treffen war sehr nett. Wir haben uns natürlich auch über Dich unterhalten und durchaus auch Parallelen feststellen können. Bei meiner Verabredung liegt alles schon etwas weiter zurück und heute kann man - wie sie selbst sagt - etwas milder auf bestimmte Dinge blicken. Aber selbstverständlich kann man nicht vergessen und das tun wir beide nicht.
Sie nennt ihr Kind heute "ihr Gewissen" und das gibt ihr ein gutes Gefühl.
Das ist in etwa damit zu vergleichen, so wie ich manchmal mit Dir rede und mir vorstelle, was Du wohl zu diesem oder jenem sagen würdest.

Für Außenstehende klingt das total absurd und vielleicht denkt sogar der ein oder andere, dass ich jetzt völlig neben der Spur bin. Sollen sie doch!
Mir geht es einfach besser, wenn ich mich grad mal in meiner Traumwelt befinde. Das ist meistens dann, wenn ich Dich besuche. Vielleicht liegt es daran, dass ich Dir dann nah sein kann. Ich rede mit Dir, erzähle was grad so los ist und wie es mir geht. Ich hab' das Gefühl, dass ich das einfach brauche.

Am Mittwoch war es ähnlich. Wie versprochen habe ich Dich besucht, habe die Teddylichter angezündet, die weiße Rose platziert und mich dann vor Dein Grab gesetzt und Dir  was erzählt.
Es kam noch eine andere Sternenkind-Mama, die das Grab ihrer Tochter geschmückt hat. Wir kamen ins Gespräch und sie hat mir erzählt, dass ihr Sternchen am Mittwoch genau ein Jahr zuvor verstorben ist. Ich hatte den Eindruck, dass es für sie noch immer unwirklich ist. Sie sprach von Sehnsüchten und auch Ängsten. Von Traurigkeit, innerer Unruhe und Hoffnungslosigkeit. Einiges kommt mir sehr bekannt vor, anderes überhaupt nicht. Z.B. die Hoffnungslosigkeit. Deine Mama ist nicht hoffnungslos, warum auch?

Ich hoffe auf so viele Dinge: dass ich meine Kraft wieder finde, dass ich mich wieder so engagieren werde wie früher (egal in welchem Bereich), das ich Dir irgendwann ein Geschwisterchen schenken werde, dem ich von Dir erzählen kann und werde. Auf all' das und noch viel mehr hoffe ich.
Aber ich mache mir auch nichts vor. Ich weiß, dass ich nicht alles von heute auf morgen erreichen kann. Ich gehe kleine, aber feste Schritte und die werden mich ans Ziel führen...irgendwann.

Mama's Woche war ansonsten eher unspektakulär, so dass ich gar nicht viel zu berichten habe.

Warte doch eine Sache gibt es: Ich habe mir für Diana's Geburtstag (der ist am 01. August) etwas einfallen lassen. Was es ist kann ich Dir jetzt natürlich nicht sagen, falls sie diesen Brief liest, wäre ja dann die Überraschung hin  Aber ich werde Dir im Nachgang ausführlich davon berichten.

Die kommende Woche schaut bis jetzt auch noch recht ruhig aus. Freitag geht Mama wieder zu Frau Hotz-Wegner und danach komme ich dann zu Dir. Habe Dir auch etwas schönes besorgt. Aber auch das verrate ich Dir erst im nächsten Brief.

In tiefer Liebe,
Deine Mama

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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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