Valentin - mein kleiner Prinz
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(c) KeHe 2010
33. Brief an Valentin
19. September 2010

33. Brief an
Valentin

Mein geliebter Sohn,

trotz des übermäßig stressigen Wochenendes schaffe ich es doch noch Dir zu schreiben. Aber ich hab' es ja auch versprochen

Die Woche war soweit eigentlich okay. Viel Arbeit, aber da erzähle ich Dir ja auch nichts Neues.

Gestern war dann der erste Teil vom Trauerseminar auf den ich mich so gefreut habe und ich kann sagen, es hat sich gelohnt.

Frau Ewert und Frau Hotz-Wegner haben wirklich ein glückliches Händchen bewiesen, was die Zusammenstellung der Gruppe angeht. Wir sind insgesamt sieben Frauen (inklusive Mama) und haben uns auf Anhieb prima verstanden.
Los ging es erstmal mit einer kurzen Einführung was wir überhaupt tun werden, bevor es dann an die Vorstellungsrunde ging. Jede von uns konnte von sich und ihrem Kind erzählen. Auch wenn die "Geschichten" Unterschiede aufweisen, so haben wir alle doch eins gemeinsam: wir trauern um unser Kind.
Egal wie lange es her oder warum es soweit gekommen ist, wir vermissen unsere Kinder - sehr sogar! Am Ende einer jeden Erzählung haben wir eine Kerze für unser Kind bekommen, die dann die ganz Zeit gebrannt hat. So standen am Ende insgesamt acht Kerzen (eine für jedes Kind plus die Gruppenkerze) im Raum. Unsere "Hausaufgabe" ist es, gut auf die Kerze aufzupassen und sie beim nächsten Mal wieder mitzubringen - gerne auch dekoriert. Du kannst Dir sicher sein, dass Deine Kerze dekoriert wird  Einfach weiß bleiben soll sie nicht. Ich werde Dir ein Foto einstellen, wenn sie fertig ist.

Ich habe natürlich auch sehr ausführlich von Dir und mir erzählt. Von dem Moment, als ich von Dir erfahren habe bis hin zu Deiner Beisetzung und davon, wie schwer es mir noch immer fällt ohne Dich zu sein.

Die Vorstellungsrunde war sehr emotional und hat den gesamten Vormittag in Anspruch genommen. Danach ging es dann erstmal in die Pause, die wir (dank Dir?) in der Sonne genießen konnte.

Am Nachmittag kam dann noch die ein oder andere "Körperübung". Deine Mama steht solchen Dingen ja eher skeptisch gegenüber, aber ich muss sagen, dass ich es als  angenehm und hilfreich empfunden habe.
Den Abschluß bildete dann die Geschichte vom "inneren Ratgeber", die uns Frau Hotz-Wegner erzählt hat. Am Ende sollten wir dann aufschreiben, was wir in Gedanken mit unserem "inneren Ratgeber" erlebt haben. Mama ist das recht leicht gefallen, weil es in etwa das war, was ich auch sehr oft träume.

Zu guter Letzt haben wir dann den Tag noch in kurzen Sätzen Revue passieren lassen und uns voneinander verabschiedet. Wir waren uns alle einig, dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist und wir uns schon auf den zweiten Teil freuen.

Auf der Rückfahrt im Zug konnte ich entgegen meiner sonstigen Gewohnheit nicht schlafen, zuviel ging mir im Kopf herum. Und auch abends beim Kellnern (es ist ja Schützenfest in Vrasselt) war ich nicht so ganz bei der Sache. Als ich gegen 2.30 Uhr zuhause war, hatte ich den Punkt erreicht, wo ich so langsam mit dem Tag und dem Erlebten abgeschlossen habe und ich konnte richtig gut schlafen.

Heute ging es dann gleich wieder zum Kellnern. Allerdings nicht so lange wie geplant, ich bin aber überhaupt nicht böse drum. Mama muss morgen wieder nach Frankfurt - diesmal für drei Tage - und es gab heut abend dann doch noch das ein oder andere zu erledigen, z.B. Koffer packen oder Dir einen Brief schreiben

Jetzt freue ich mich auf's duschen und danach auf ein wenig TV, bevor es ins Bett geht. Immerhin ist um kurz nach vier Uhr die Nacht vorbei und gegen 5.15 Uhr mache ich mich auf die Reise.

A propos Reise: Heute in zwei Wochen um diese Uhrzeit bin ich schon in Bechet. Nächsten Samstag werde ich die letzten Kleinigkeiten besorgen und schon mal ausprobieren, wieviel von dem ganzen Zeug was so auf der Liste steht auch wirklich in den Koffer passt. Neben diversen Anziehsachen (Freizeit und Baustelle) müssen ja auch noch einige Sachspenden mit. Außerdem muss Mama noch organisieren wie sie zum Flughafen kommt. Genau an dem Reisewochenende ist nämlich auf der Bahnstrecke eine Baustelle und Schienenersatzverkehr geplant. Darauf habe ich überhaupt keine Lust. Erstmal dauert die Fahrt dann erheblich länger als geplant und mit 'nem Riesenkoffer zig Mal umsteigen ist auch blöd. Ich werde mich umhören, wer evtl. Lust und Zeit hat mich nach Dortmund zu bringen.

Mein kleiner Schatz, bevor ich diesen Brief heute schließe möchte ich Dir gerne sagen, dass ich gestern während des Trauerseminars extrem oft an Dich denken musste und zwischenzeitlich sogar am liebsten zu Dir gegangen wäre. Es scheint mir gut zu tun mich mit anderen Betroffenen auszutauschen, aber es hat mir auch einmal mehr deutlich gezeigt, dass ich noch lange nicht so weit bin, wie ich immer dachte. Du fehlst mir!

In tiefer Liebe,
Deine Mama
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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