Valentin - mein kleiner Prinz
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47. Brief an Valentin
16. Januar 2011

47. Brief an
Valentin

Mein geliebter Sohn,

die letzte Woche ist so schnell vergangen. Ich kann mich überhaupt nicht dran erinnern, wann wir das letzt Mal im Januar im Büro so viel zu tun hatten. Mein Chef ist jetzt schon fast bis in den März hinein komplett ausgebucht - freie Termin nur noch mit Raffinesse zu finden.
Wahnsinn wie sehr die Zeit rennt. Ich war jedenfalls sehr froh, als es endlich Freitag war und das Wochenende vor der Tür stand. Die Woche hat mich echt geplättet.

In nur einem Monat jährt sich schon der Tag der Diagnose zum ersten Mal. Wenn ich daran denke bekomme ich ein flaues Gefühl im Magen. Denn das bedeutet, dass auch der Tag Deiner Geburt nicht mehr weit ist.

Am vergangenen Donnerstag war ich ja bei Frau Hotz-Wegner und seit dem Besuch bei ihr fühl' ich mich deutlich besser. Wir haben über sehr viele Dinge gesprochen. Natürlich auch über die vorbeschriebenen Daten und auch über Janina's Schwangerschaft.
Frag' mich bitte nicht warum, aber das Thema beschäftigt mich immens. Frau Hotz-Wegner hat mich gefragt wie ich das Gefühl beschreiben würde, dass ich beim Gedanken an Lilly (so wird die Kleine ja heißen) spüre.  Ehrlich gesagt kann ich das überhaupt nicht klar definieren. Es ist alles mögliche: Traurigkeit, Wut, Enttäuschung, Hoffnung, Glück alles auf einmal oder nach und nach...irgendwas davon ist jedenfalls immer da. Momentan leider eher Empfindungen, die ich als negativ beschreiben würde. Mir tut es so wahnsinnig leid für Janina. Ich denke, dass sie das ein oder andere Mal sehr gern über irgendwas mit mir reden würde, aber genau weiß, dass es für mich nicht erträglich wäre und es somit bleiben lässt. Lilly wird am 16. Februar auf die Welt kommen - per Kaiserschnitt, weil sich der kleine Sturkopf einfach nicht drehen will.
Das bedeutet zwei Tage vor dem Jahrestag Deiner Diagnose. Ich bin furchtbar erleichtert, dass es nicht der 18. geworden ist. Denn mit diesem Tag verbinde ich soviel und irgendwie ist es "unser" Tag. Wenn's dieses Datum geworden wäre, hätte ich das natürlich nicht verhindern können, aber ich bin froh, dass es das nun nicht ist.

Frau Hotz-Wegner meinte auch, es sei völlig normal, dass ich so denke und in erster Linie natürlich immer noch daran denke, welche Tage ich mit Dir verbinde und dass ich diese irgendwie für uns festhalten will. Ich habe ihr auch berichtet, dass ich beim Gedanken an den Besuch bei Janina im Krankenhaus schon heute Schweißausbrüche kriege und ich nicht weiß was ich machen soll, wenn's dann soweit ist. Sie hat mir geraten es einfach auszuprobieren. Entweder ich kann dort hingehen und auch bleiben oder eben nicht. Ich solle mehr auf meine innere Stimme hören. Ist dasselbe, was ich mir auch in dem Brief geschrieben habe.
Eine liebe Bekannte hat mir mal gesagt, dass alles was nach Deinem Tod zum ersten Mal wieder eintreten wird (wie z.B. das Weihnachtsfest) ganz schrcklich sein wird und es danach dann erträglich ist. Ich hoffe sehr, dass sie recht hat.

Am Dienstag war ich auch bei Dir auf dem Friedhof. Zum ersten Mal im neuen Jahr. Der Schnee war komplett weg und so konnte ich alle Deine Sachen wieder an den richtigen Platz stellen und "Deine" Ecke herrichten. Bis auf die Engelsflügel hat alles den Winter gut überlebt. Was mich nur geärgert hat war, dass ich den Delphin, den Leonie für Dich gemacht hat nicht mehr finden konnte. Entweder fand ihn jemand ganz toll und hat ihn mitgenommen oder er war kaputt und jemand hat ihn entsorgt. Schade!

Mir ist dann auch zum ersten Mal aufgefallen, dass jemand etwas in den Baum gehängt hat. Ein Windspiel mit einem Engel drin. Sieht richtig schön aus und ich finde die Idee super. Bisher bin ich noch gar nicht drauf gekommen, dass man ja auch durchaus was in die Bäum hängen kann.


Wenn mir mal was nettes über den Weg läuft werde ich es Dir dann auch mitbringen. Muss ja nicht alles auf dem Grab sein. Das ist momentan sowieso sehr voll.
Deine Lampe steht auch noch hier zuhause, weil ich derzeit einfach noch nicht weiß, wo ich sie hinstellen soll - es fehlt auf Deinem Grab der Platz dafür.

Mein lieber Schatz, den heutigen Brief beendet Deine Mama mit einem kleinen Film, der den Inhalt des Buches "Die Möwe Jonathan" wiedergibt. Das Buch ist sehr schön und es steckt so viel Wahres drin. Für Deine Besucher habe ich eine Leseprobe angelegt (www.kleiner-prinz-valentin.net/Sonstige-Literatur.htm) und Du bekommst das Video:


In tiefer Liebe,
Deine Mama
Short News  
  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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