Valentin - mein kleiner Prinz
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50. Brief an Valentin
27. Februar 2011

50. Brief an
Valentin

Mein geliebter Sohn,

neun Tage ist es nun schon her, dass sich der "Diagnose-Tag" zum ersten jährte. Ich kann Dir gar nicht so wirklich beschreiben wie es mir an diesem Tag ging. Um 9.27 Uhr habe ich sehr intensiv an Dich gedacht und an das, was ein Jahr vorher um diese Zeit gewesen ist. Da lag Deine Mama bei praenatal, der Organ-Ultraschall wurde durchgeführt und ich habe die Diagnose erhalten, die alles veränderte. War ein komisches Gefühl. Zum Einen natürlich sich nochmal intensiv und ganz bewußt zu erinnern, zum Anderen die Ungläubigkeit darüber, dass es schon ein Jahr her sein soll. Wo ist das Jahr geblieben? Was ist in diesem einen Jahr nicht alles passiert? Es ist irgendwie vorbeigeflogen - jedenfalls hat es den Anschein.

Am Abend des 18. Februar ist Mama dann mit Susana in Frankfurt "ausgegangen", ein wenig für Ablenkung sorgen und trotzdem Deiner gedenken. Wir waren bei René Marik und haben uns dessen neues Programm angeschaut.
Hier siehst Du uns zwei im Foyer:


 
Mama hat dann auch bei Susana übernachtet und ist am nächsten Tag nach Hause gefahren.

Danke Susana für den schönen Abend
und das tolle Gespräch!
 
Sonntag habe ich dann Janina und ihre Lilly besucht. Selbstverständlich war ich ein wenig nervös im Hinblick auf das erste Zusammentreffen. Und es war auch komisch. Deine Mama war die ganze Zeit über ziemlich angespannt. Es hat sich sehr merkwürdig angefühlt das kleine Wesen zu sehen. Mitzuerleben wie sie gefüttert wird und danach entspannt einschläft. Mein sogenannter "Beschützerinstinkt", der sich bis dato immer bemerkbar gemacht hat, sobald ich Babys oder kleine Kinder um mich hatte, wollte sich nicht einstellen. Zwischendurch hatte ich sogar das Gefühl ich müsste flüchten. Die arme kleine Maus kann überhaupt nichts dafür, dass es so war und doch ist sie scheinbar der Grund bzw. die Situation als solche. Es war das erste Mal seit dem Erlebten, dass ich mit einem Säugling zusammen in einem Raum war. Und dann auch nicht mit irgendeinem, sondern ein kleiner Mensch, der zur Familie gehört - also quasi in unmittelbarer Nähe ist. Nicht nur räumlich!
Ich glaube Janina hat sehr wohl gemerkt, wie komisch ich mich benehme. Während wir uns angeregt unterhalten haben ging es dann auch. Nur sobald Ruhe einkehrte oder Lilly lustige "Schnaufgeräusche" von sich gegeben hat (genauso wie Harley wenn er schnarcht ), dann kamen diese merkwürdigen "Beklemmungen" wieder zum Vorschein.
Auch wenn der Besuch ganz anders verlaufen ist, als ich ihn mir gewünscht hätte, so ist Deine Mama trotzdem stolz auf sich. Ich habe mich einer neuen Situation gestellt, bin nicht davon gelaufen oder ihr aus dem Weg gegangen. Vielleicht wird es beim nächsten Mal schon wieder ganz anders sein. Etwas "normaler" und vielleicht wird irgendwann auch der Tag kommen, wo ich Janina und Lilly richtig gerne besuchen gehe.

Aber egal wie es Deiner Mama ergangen ist, das hält mich nicht davon ab, Dir Lilly vorzustellen. Ich habe versucht herauszufinden, in welchem Verwandschaftsverhältnis ihr zueinander steht, aber das ist gar nicht so einfach. Wenn ich eine genaue Auskunft habe werde ich es Dich wissen lassen.

Hier ist sie also, die kleine Lilly, die am 21. Januar das Licht der Welt erblickte:


 
Nach langem Überlegen hat Mama nun auch endlich den Text für die Zeitungsanzeige anläßlich des 1. Jahrgedächtnisses. Diese wird am 10. bzw. 13. März in der Zeitung stehen. Was genau drin stehen wird verrate ich Dir aber noch nicht. Das wird eine Überraschung.
Selbstverständlich werde ich Dich an dem Tag (also am 10. März) auch besuchen kommen. Ich weiß aber noch gar nicht so recht, was dieser Tag denn nun ist. Dein Geburtstag? Dein Todestag? Beides? Irgendwie kompliziert. Und ich bin mir heute auch noch gar nicht sicher, wie ich den Tag - mal abgesehen von dem Besuch bei Dir - verbringen werde. Vermutlich solle ich da auch gar nicht drüber nachdenken, sondern es einfach auf mich zukommen lassen und dann spontan entscheiden. Je nachdem wie ich mich fühle.

Laß' mich kurz überlegen, was es noch berichtenswertes gibt.
Ach ja: Deine Mama wird von der Sendung frauTV gefilmt werden. Es geht um das Thema "Spätabbrüche" und insbesondere darum, was zu der Entscheidung führte, wie der Weg dorthin war, wie man sich heute fühlt und was sich verändert hat. Durch den regen Zulauf auf Deiner Homepage sehe ich, dass viele Menschen ein Interesse daran haben mehr zu erfahren. Nicht über uns, sondern über das Thema allgemein. Und da ich mit Deiner Homepage eh' schon an die Öffentlichkeit gegangen bin spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, wenn ich Rede und Antwort stehe. Selbstverständlich werde ich über das ein oder andere nicht sprechen. Das ist einfach zu privat und wird ja im Zweifel nichtmal hier erwähnt. Warum sollte ich das dann im Fernsehen tun?

Mein kleiner Schatz, Du merkst, dass Deine Mama durchaus weiter Pläne schmiedet, ihr Leben versucht bestmöglich zu leben und Du dabei niemals in Vergessenheit gerätst.

Den heutigen Brief möchte ich mit dem ersten Absatz des Gedichtes "Abschied" von Rainer Maria Rilke beenden:

Wie hab ich das gefühlt was Abschied heißt.
Wie weiß ichs noch: ein dunkles unverwundnes
grausames Etwas, das ein Schönverbundnes
noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

In tiefer Liebe,
Deine Mama
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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