Valentin - mein kleiner Prinz
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59. Brief an Valentin
25. September 2011

59. Brief an
Valentin

Mein geliebter Sohn,

die Zeit rennt dermaßen schnell, dass ich es oftmals gar nicht mehr im Blick habe, wie lange ich Dir schon nicht mehr geschrieben habe.

Vergangene Woche war ich nach ca. 3 Monaten mal wieder bei Frau Hotz-Wegner. Es tat gut mit ihr zu reden, sich vom Seelen-Ballast zu befreien und den Tränen freien Lauf lassen zu können, ohne gleich wieder 'nen dummen Spruch zu ernten.
Ich habe ihr von meinem Jovi-Sommer erzählt, wie ich die Tour erlebt habe, wie es mir währenddessen ging und was für tolle Leute ich kennengelernt habe. Natürlich beinhaltete mein Bericht auch, dass ich oft in Gedanken bei Dir war und ich mir mehr als nur einmal gewünscht habe auf all' das zu verzichten, wenn Du stattdessen bei mir wärst.
Außerdem habe ich meiner Wut und meiner Enttäuschung Luft gemacht. Wut darüber, dass es immer noch viel zu viele Menschen gibt, die Dich "einfach so" vergessen haben. Als wärst Du nie unterwegs gewesen. Enttäuschung darüber, wie wenig Leute es gibt, die sich trauen auch heute noch mit mir über Dich zu reden oder Dich gemeinsam mit mir zu besuchen.
Es sind mittlerweile knapp 19 Monate her, dass ich Dich geboren habe und Du den Weg zu den Sternen angetreten bist. Aber ist das ein Grund, nicht mehr an Dich zu denken oder über Dich zu reden?
Wo sind denn die Gefühle von diesen Menschen hin, als sie z.B. hörten, dass Du unterwegs bist oder von der Krankheit erfahren haben und sich ebenfalls sorgten und Tränen weinten?
Natürlich weiß ich, dass die Welt sich weitergedreht hat und das jeder sein Leben so gut es eben geht lebt - aber das schließt doch nicht aus, dass man auch mal einen Gedanken an Dich "verschwendet". Oder einfach mal danach fragt, wie es Deiner Mama geht. Was übrigens eine gute Frage ist, die ich zur Zeit selbst nicht eindeutig beantworten kann.
Ich habe keine Ahnung wie es mir geht. Das habe ich auch Frau Hotz-Wegner gesagt.
Mal erlebe ich die Tage gutgelaunt und weiß gar nicht wohin mit der ganzen Energie, an anderen (die sich momentan leider häufen) bin ich am Boden zerstört. Möchte mir die Decke über den Kopf ziehen und einfach gar nix hören und sehen. Da denke ich über Dinge nach, die mir das Herz schwer werden lassen. Die mich traurig machen und weinen lassen.

Was ich dagegen tun kann? Nix wahrscheinlich - einfach durchleben. Wie alles andere in den letzten 19 Monaten auch. Und auch dieses "Tal" werde ich durchwandern, bevor es den nächsten Berg raufgeht.

Wenn ich merke, dass mich mal wieder eine "Depri-Welle" (find das Wort irgendwie sehr passend, obwohl es ja keine richtige Depression ist) erfasst, dann sorge ich für Ablenkung. Mache schöne Dinge - vielleicht auch, um davor zu flüchten. Ich habe einfach keine Lust mehr mich so oft mit "schlecht fühlen" zu beschäftigen. Das tut mir nicht gutund zieht mich noch weiter runter. Gut, manchmal lässt es sich nicht vermeiden, da werde ich so sehr davon erfasst, dass ich gar nicht anders kann als es zuzulassen. Aber wenn es sich vermeiden lässt, dass die Welle mich erwischt, dann gehe ich ihr aus dem Weg.

Frau Hotz-Wegner ist auch der Meinung, dass ich das bisher sehr gut mache und toll damit umgehe. Und wenn bei ihr nunmal der einzige Ort ist, wo ich mich problemlos fallen lassen kann und verstanden fühle, dann ist das eben so. Und die Zeit bei ihr wird dazu genutzt sich schlecht zu fühlen und all' das rauszulassen, was ich sonst wie einen Rucksack auf der Wanderung mit mir herumtrage.

Ich merke auch immer wieder, wie gut es mir tut, wenn ich Dir alles erzähle. Nicht nur die tollen Sachen, sondern auch die, die nicht so schön sind. Schon komisch, oder?

Um die Batterien wieder aufzuladen, um Kraft zu haben, den tristen grauen Winter zu überstehen, fährt Mama jetzt erstmal eine Woche in den Urlaub. Es geht nach Varna in Bulgarien. Daniella und Thomas sind schon seit August vor Ort und ich werde sie jetzt besuchen. Evtl. schaffen wir es sogar nach Bechet zu fahren und die Familie "unseres Hauses" zu besuchen. Herrje, die Baureise ist auch schon fast ein Jahr her. Das ist unglaublich!
Ich freue mich sehr darauf und bin froh, wenn ich endlich im Flieger sitze.

Den Winter werde ich dann Ende Januar mit einer Reise nach Florida unterbrechen. Da fliege ich gemeinsam mit Rebekka hin, die ich während der Jovi-Tour kennengelernt habe. Eine ganz liebe Person. Wir kommen gut miteinander aus und ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein toller Urlaub wird. Erst geht's nach Disney World (Rebekka's Lebenstraum) und dann schauen wir uns noch ein paar Eckchen von Florida an. Mama möchte unbedingt mal mit Manatees schwimmen. Hier ein Foto, damit Du weißt, was für Tierchen das sind.


Vielleicht schaffen wir es ja auch mit Delfinen zu schwimmen. Die sind natürlich deutlich quirliger als Manatees, aber auch wunderbare Tiere, die ja angeblich auch 'ne therapeutische Wirkung haben. Vielleicht hilft mir das ja auch, erneut Ballast abzuwerfen und mich dem Moment hinzugeben.

Was auch immer wir machen werden, es bedeutet Erholung, gutes Wetter, viele neue Eindrücke und zu guter Letzt dient der Urlaub als "Aufladestation". Ich freu mich drauf! 

Das soll es für heute auch wieder gewesen sein. Du bist nun auf dem neuesten Stand und weißt, was Deine Mama so macht und wie es ihr geht.
Den Brief beende ich, wie die letzten auch, mit einem Gedicht, das mich zu Tränen rührt und ich Dir nicht vorenthalten möchte.

 
In manchen Nächten liege ich wach
Kann nicht schlafen, denke nach...

... Wie hättest Du wohl ausgesehen?
Wann hattest Du gelernt zu gehen?
Wärst sicher fröhlich, hättest viel gelacht,
Mit Mama geschmust und ihr Freude gemacht!

All das wird leider nie geschehen;
Du musstest leise von uns gehen.

Und doch - Du bist nicht wirklich fort!
Wohnst nur an einem anderen Ort.
Ich weiß, Du bist jetzt nicht allein!
Spielst mit den andern Kinderlein...

In allen Nächten denke ich:
Mein Sternenkind, ich liebe Dich!
In meinem Herz ist immer Platz
Für Dich, geliebter kleiner Schatz!

(Autorin: Theresa Arndt)

In tiefer Liebe,
Deine Mama
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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