Valentin - mein kleiner Prinz
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61. Brief an Valentin
01. November 2011

61. Brief an
Valentin

Mein geliebter Sohn,

schon hat der November Einzug gehalten. Das bedeutet es sind nur noch zwei Monate bis das Jahr vorbei ist.

Doch vor dem Jahresende liegt noch die Weihnachtszeit. Bereits das zweite Weihnachtsfest, das ich ohne Dich verbringe. Wie ich mich bei dem Gedanken daran fühle? Schlecht, traurig und leer.
Gerade diese Jahreszeit und die Feierlichkeiten sorgen dafür, dass ich Dich noch mehr vermisse, als ich es ohnehin schon tue. Und ich bin froh, dass ich mich bereits im letzten Jahr entschieden habe, das Weihnachtsfest nicht mehr mit der Familie zu "zelebrieren", sondern für mich zu bleiben. Für mich allein und meine Gedanken an Dich. Ich brauche das einfach. Andere Menschen werden denken, dass das Quatsch ist und ich lieber für Abwechslung sorgen sollte, anstatt mich der Trauer um Dich hinzugeben. Soll ich Dir was verraten! Es ist mir völlig egal, was andere Leute denken und was sie von mir erwarten, wie ich mich an solchen Tagen zu verhalten habe. Ich alleine entscheide, was ich wann und warum tue! Das ganze Jahr über (mit Ausnahme Deines Geburtstages) bin ich stark, für andere da, lasse mich so gut wie nie fallen - da wird es doch wohl gestattet sein, dass ich das einmal im Jahr für mich einfach brauche. Das ich mir einmal im Jahr die Zeit nehme und mich nur um mich und den Gedanken an mein Kind kümmere. Schön, wenn sich andere auf Weihnachten freuen, von A bis Z alles durchorganisieren und dann erleben - ich möchte das aber nicht und ich möchte auch nicht "mitorganisiert" werden. Niemand außer mir kann beurteilen, wann was das Beste für mich ist. Ich möchte nicht in irgendwelche Planungen involviert sein. Ich möchte nicht, dass man einfach davon ausgeht, dass es so wie immer laufen wird. Für mich läuft nichts mehr so wie immer und schon gar nicht besinnliche Feiertage, die mich doch nur an den Rand des Wahnsinns treiben.
Es scheint für viele nach wie vor wahnsinnig schwer zu verstehen zu sein, dass ich um mein Kind trauer. Das ich Dich vermisse! Du mir fehlst!

Wie sehr das der Fall ist wurde mir am vergangenen Samstag vor Augen geführt. Ich habe mir im Fernsehen "das Supertalent" angeschaut und da ist ein kleiner 5jähriger Fratz aufgetreten, der mit Hingabe Michael Jackson imitiert hat.
Obwohl es urkomisch war, bin ich in Tränen ausgebrochen - nicht vor lachen, sondern weil ich so sehr an Dich denken musste. Mich gefragt habe, ob Du wohl auch so ein kleiner Kerl geworden wärst, der immer ein Späßchen parat und die Leute unterhalten hätte. Wo und wie auch immer.

Ich stelle ohnehin fest, dass ich in den letzten Tagen immer wieder "abwesend" bin. Unkonzentriert, launisch, manchmal sogar aggressiv. Ich betrachte das mit Sorge, weil ich so eigentlich nicht bin und auch nicht sein will. Aber abstellen kann ich es auch nicht

Oft schleichen sich in meine Träume Bilder und Gedanken, die mich traurig machen. Ich denke dann nach dem Aufwachen darüber nach und frage mich, was das wohl zu bedeuten hat. Eine Antwort habe ich bis jetzt noch nicht einmal gefunden.

An meinem Schreibstil merkst Du, dass es mir auch heute nicht sonderlich gut geht, aber ich wollte Dir einfach mitteilen wie es in mir aussieht.

Vielleicht wäre es mal wieder an der Zeit, dass ich mich sortiere, den Kopf freikriege. Aber ich habe mir die nächsten Wochen so sehr mit Terminen vollgepackt, das da kaum Zeit für bleibt. Möglicherweise ein Fehler. Andererseits freue ich mich aber auf den ein oder anderen Event und vielleicht werde ich ja auch überrascht und ich kann es sogar genießen.

Lieber Valentin, alles wäre so viel einfacher für mich, wenn Du nur bei mir wärst. Aber wärst Du das heute auch dann, wenn ich Dich lebend zur Welt gebracht hätte? Oder hätte Deine Krankheit mittlerweile dafür gesorgt, dass Du gestorben wärst? Wäre die Trauer und der Schmerz dann weniger groß? Auch solche Fragen gehen mir durch den Kopf, obwohl ich ja weiß, dass ich darauf niemals eine Antwort finden oder erhalten werde.

Mein kleiner Engel, Deine Mama wird sicher auch aus dieser Krise einen Weg finden und ihre Lehren ziehen - wie es in den letzten Monaten schon so oft passiert ist. Glaub Du nur ebenso an mich, wie ich selbst es auch tue - dann wird alles gut!


In tiefer Liebe,
Deine Mama
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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