Valentin - mein kleiner Prinz
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62. Brief an Valentin
24. Dezember 2011

62. Brief an
Valentin

Mein geliebter Sohn,

heute ist Heiligabend - schon der zweite ohne Dich.

Deine Mama hat sich bewußt dagegen entschieden diesen Abend mit der Familie oder Freunden zu verbringen. Ich wollte allein sein und bin froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin. Es fühlt sich gut und richtig an, dass ich hier bei Kerzenlicht sitze, in Deine Gedenkecke schaue und mich an Dich erinnere. Ich kann meinen Tränen freien Lauf lassen wenn ich das möchte. Kann mich meinen Gefühlen hingeben, ohne darüber nachzudenken, was andere wohl jetzt davon halten.
Dieser Tag gehört uns beiden ganz alleine! Weil wir ihn auch so miteinander verbracht hätten, wenn Du hier wärst. Dann natürlich mit einer geschmückten Wohnung, einem Weihnachtsbaum und bunten Päckchen, die Du begeistert hättest aufreißen können.

Indem ich hier alleine bin, kann ich ihn Gedanken zu Dir reisen, Dir nah sein, ohne das Du da bist. Einfach Zeit mit meinem Sohn verbringen - jedenfalls mental!

Natürlich macht es mich nach wie vor traurig, dass Du nicht da bist. Es macht auch keinen Unterschied, dass ich ja nun schon "Übung" habe, weil es bereits das zweite Weihnachtsfest ohne Dich ist - auch wenn manche Leute das glauben. Noch immer schmerzt es, sicher nicht mehr so stark wie letztes Jahr, aber es schmerzt, auf eine mittlerweile erträglich Art und Weise.
Wenngleich ich manchmal nicht weiß, ob es wirklich so ist, oder ich es mir nur einreden will. In den letzten Tagen gab es (wohl jahreszeitbedingt) viele Momente, in denen ich an Dich gedacht habe, Dich noch mehr vermisst habe als sonst und das hat schon ziemlich weh getan und manchmal hatte ich das Gefühl, mein Herz würde vor lauter Schmerz zerspringen.

Als ich am Donnerstag bei Dir war, um Dir u.a. Teddy-Kerzen zu entzünden, da hatte ich seit Wochen das erste Mal wieder das Gefühl, dass ich nicht gehen will. Dich nicht alleine lassen kann und darf!
Ich glaube es hat drei Anläufe gebraucht, bis ich wirklich gegangen bin und auch das nur unter vielen Tränen. Nirgends sonst bin ich Dir so nah, wie dort auf dem Friedhof und soll ich Dir was sagen: wenn der Weg dorthin nicht weit wäre, dann wäre ich vermutlich auch jetzt, in diesem Moment bei Dir. So kann ich es "nur" in Gedanken und mit meinem Herzen sein.

Besonders berührt war ich heute, als ich das Geschenk einer Sternenkind-Mama geöffnet habe, die mich bewichtelt hat. Die Geschenke waren schon wirklich toll und werden sich in Deiner Gedenkecke prima integrieren, aber vor allem der Spruch in der Karte hat mich bis ins Herz getroffen - einfach nur wunderschön!

Hier mal ein Bild, von dem, was im Päckchen war:


 
Wie gefallen Dir die Engel und der Stern? Ich hoffe Du magst die Dinge genau so sehr wie ich auch.

Anfang Dezember (also um genau zu sein am zweiten Sonntag) war auch wieder weltweiter Sternenkinder-Gedenktag. Deine Mama ist an diesem Tag vom Jovi-Girlz Treffen aus Köln zurückgekehrt und wollte eigentlich auch bei Dir vorbeischauen - gemeinsam mit Kristina und danach in die Kirche gehen. Doch nachdem Kristina mir leider krankheitsbedingt absagen musste, habe auch ich tief in mich hineingehört und entschieden weder auf den Friedhof, noch in die Kirche zu gehen. Ich fühlte mich dazu einfach nicht in der Lage. Möglicherweise wäre es mir in Begleitung leichter gefallen und ich hätte es getan, aber ich habe gemerkt, dass ich das alleine nicht schaffe.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Du total enttäuscht warst, als Du mich nicht in der Kirche entdeckt hast und Du der einzige von Deinen Gefährten warst, der keine Kerze an diesem so wichtigen Tag bekommen hat. Mit diesem Gefühl warst Du nicht alleine mein kleiner Schatz! Deine Mama war von sich genauso enttäuscht, wenn nicht noch mehr. Ich habe mir an diesem Abend desöfteren die Frage gestellt, warum ich nicht gegangen bin. Warum ich nicht in der Lage war, am Gottesdienst teilzunehmen. Warum ich in diesem Moment so "schwach" war, meine Gefühle mich übermannt und kontrolliert haben. Eine Antwort habe ich nicht gefunden.
Oftmals glaube ich, dass es einfach immer noch sehr viele Momente gibt, die mich den Weg der Trauer nicht weitergehen lassen. Momente, die mir bestimmte Situationen immer dann vor Augen führen, in denen ich am wenigsten damit rechne. Wie so kleine Stolperfallen, die dafür sorgen, dass ich zu Boden gehe und mich wieder aufrappeln muss. Woran sollen mich diese Stolperfallen erinnern? Wozu sind sie gut? Und wie werden sie weniger? Ich tue doch wirklich was ich kann, um mein Leben soweit im Griff zu haben und es lebenswert zu gestalten - auch ohne Dich. Ist vielleicht genau das der falsche Weg? Sollte ich diese glücklichen Moment, die es in diesem Jahr wirklich oft gab, gar nicht genießen können und dürfen? Sollte ich mich stattdessen lieber gänzlich zurückziehen? Quasi auf "Null" starten und alles intensiv und anders durchleben? Mich selbst bestrafen, indem ich unglücklich bin obwohl ich das gar nicht so empfinde? Geißel meiner eigenen Person und Gefühle werden?
Eigentlich glaube ich nicht, dass das der richtige Weg wäre. Vielmehr bin ich immer noch davon überzeugt, dass ich es genau richtig angegangen bin und immer noch gehe. Ich genieße mein Leben, mache tolle Erfahrungen, habe Spaß und lasse die Momente, in denen es mir nicht so gut geht auch ganz bewußt zu. Ich rede nach wie vor mit Frau Hotz-Wegner und anderen Betroffenen. Und doch lodert manchmal so ein kleines Fünkchen auf, dass mir zeigt, dass es nicht ganz korrekt zugeht. Ein Phänomen, das ich mir überhaupt nicht erklären kann und ich hoffe sehr darauf, dass mir Frau Hotz-Wegner bei meinem nächsten Besuch die Bedeutung erklären kann.

Du merkst, Mama hat mal wieder die "zerrissene Phase" erreicht. Wie lange sie anhalten und was sie für Überraschungen mit sich bringen wird weiß ich nicht, aber sie wird wohl immer wieder über mich "herfallen" und ich werde lernen müssen damit umzugehen und zu leben.

Es gibt auch Neuigkeiten von der Petition, endlich hat die Expertenrunde in Berlin stattgefunden und es sieht zur Zeit wirklich ganz danach aus, als das die Gesetzestextänderung noch vor der Sommerpause verabschiedet wird. Das wäre großartig und diesen Erfolg dürfen sich Mario und Barbara Martin auf die Fahne schreiben. Die beiden haben großartige Arbeit geleistet!

Mein geliebter Sohn, Deine Mama wird diesen Brief nun beenden. Dazu nutze ich heute den Text aus der Sternenwichtel-Karte. Ich hoffe Du feierst Weihnachten im Kreise all' Deiner Sternenkinder-Freunde und hast dabei Spaß und ein Leuchten in den Augen, das ich auch so gern gesehen hätte!
 
Kleines Seelchen in der Nacht,
hat mir so viel Glück gebracht.
Musstest gehen,
bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.
Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall;
spielen, toben, frohes Treiben,
hier willst Du ganz sicher bleiben.
Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort.
Eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wiedersehen!
 

In tiefer Liebe,
Deine Mama
 
P.S. Ganz vergessen zu erwähnen: Mama hat ein neues Tattoo bekommen  Schau' es Dir mal an und die Bedeutung wird sofort klar!

 
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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