Valentin - mein kleiner Prinz
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(c) KeHe 2010
65. Brief an Valentin
10. Juni 2012

65. Brief an
Valentin

Mein geliebter Sohn,

schon so lange habe ich Dir nicht mehr geschrieben  Die Zeit ist seit dem letzten Brief an Dich aber auch sowas von weg geflogen und viel passiert ist außerdem. Schöne und nicht so schöne Dinge. Aber davon dann später mehr.

Erstmal zum Wesentlichen: Heute vor zwei Jahren war Deine Beisetzung. Bereits heute morgen habe ich daran gedacht und mich erinnert, wie der Tag gewesen ist. Und wie ich ihn im letzten Jahr verbracht habe.

Ich weiß noch sehr genau, dass ich mich am Tag Deiner Beisetzung bis zum Beginn des Gottesdienstes recht tapfer "geschlagen", ab dem Zeitpunkt aber sehr viel geweint habe. Ich kann mich erinnern, dass der gesamte Teil in der Kirche sehr würdevoll und schön war, so weit man das von so einem Anlaß behaupten kann. Es hat mir viel bedeutet, dass Dein Patenonkel Kevin an meiner Seite war und wir gemeinsam Abschied von Dir nehmen konnten. Das war gut und wichtig!

Auch im letzten Jahr, als sich der Beerdigungstag zum ersten Mal jährte, habe ich extrem viel an Dich gedacht. Ich war in Dresden und abends fand das erste Deutschland-Konzert von Bon Jovi statt. Bereits morgens war Deine Mama am Ostragehege, hat viele liebe Menschen getroffen und war somit schon sehr abgelenkt, um nicht nur traurig zu sein. Außerdem war ich mir sicher, dass Du es toll gefunden hast, dass ich an diesem - eigentlich traurigen Tag - etwas Schönes erlebt habe.

Heute jährt sich also der Beerdigungstag bereits zum zweiten Mal. Wie bereits erwähnt habe ich gleich nach dem Aufstehen an Dich gedacht und direkt Deine Kerze angezündet. Ich brauche sicher nicht extra zu erwähnen, dass ich Dich noch immer wahnsinnig vermisse und Du mir fehlst, aber heute mal wieder ganz besonders!

Ich merke, dass ich zwar immer noch viel, aber nicht mehr ständig an Dich denke und mich frage, was wäre wenn....
Sicherlich ist das völlig normal, aber es erschreckt mich auch oft. Als ich Dich gehen lassen musste hatte ich nahezu immer das Gefühl, es würde mir das Herz zerreißen. Heute tut es "nur" noch weh, aber nicht mehr mit dieser Intensität wie damals. Viele Dinge sind besser geworden, wenn auch noch nicht wirklich gut, aber es geht langsam voran. So ist es für mich in der Zwischenzeit kein Gräuel zu hören, wenn jemand schwanger ist. Richtig mitfreuen kann ich mich dann zwar immer noch nicht, aber ich "hasse" diese Person auch nicht mehr. Das war seinerzeit nämlich definitiv der Fall, obwohl ich es gar nicht wollte, konnte ich dieses Gefühl nicht abstellen.
Ich kann mit Kleinkindern wieder etwas anfangen, wie z.B. mit dem Schlümpfchen. Mittlerweile freue ich mich sogar drauf sie zu sehen und mit ihr was anzustellen. Manchmal versetzt es mir dann zwar immer noch einen Stich ins Herz, weil ich all' diese Dinge natürlich auch gern mit Dir gemacht hätte; aber es macht auch Spaß sie mit dem Schlümpfchen zu machen.
So wie letzte Woche das Blumen umtopfen. Wir waren im Garten und hatten einen Heidenspaß. Schau' mal:


 

Es scheint also tatsächlich was an dem Spruch dran zu sein: "die Zeit heilt alle Wunden" - es dauert halt nur sehr lang! Und die "Narben" erinnern einen immer wieder daran, was passiert ist.
 
Im April hatte Deine Mama Geburtstag. An dem eigentlichen Tag habe ich aber auf einer Kundenveranstaltung in Bamberg gearbeitet und bin abends erst sehr spät nach Hause gekommen. Am darauf folgenden Tag haben wir dann einen "Mädels-Tag" gemacht. Ich bin mit Janina, Chantal und dem Schlümpfchen in den Zoo gefahren. Es war sehr lustig zu beobachten, wie die kleine Maus das erste Mal so große Tiere wie z.B. Elefanten bestaunt hat. Die Pinguin und Seelöwen haben es ihr besonders angetan. Da war sie nur sehr schwer von zu lösen  Was wären wohl Deine Lieblingstiere gewesen?

Im Mai sollte es dann in den Urlaub gehen - auf ins Jovi-Land nach New Jersey in den USA. Doch bevor es so weit war hat Deine Mama eine Nachricht erhalten, die ihr den Boden unter den Füßen weggezogen und sie sehr traurig gemacht hat.
Ich habe Dir doch mal von meinem Ex-Chef erzählt, mit dem ich mich so toll verstanden habe und der dann vor zwei Jahren an Krebs erkrankt ist, oder?
Besagter Mensch hat viele Chemotherapien über sich ergehen lassen, den Krebs nahezu besiegt, bevor der dann Anfang des Jahres zurückgekehrt ist und der Kampf dagegen so gut wie aussichtslos war. Ende März hat Mama das letzte Mal mit ihm gesprochen und am Maifeiertag ist er leider verstorben  Ich habe die Info bekommen während ich im Büro war und Du kannst Dir sicher vorstellen, dass danach an Arbeiten nicht mehr zu denken war. Ich war in Tränen aufgelöst und konnte das überhaupt nicht realisieren - das fällt mir im übrigen heute noch schwer. In den folgenden Tagen habe ich der Familie geholfen alte Weggefährten ausfindig zu machen und diese zur Beerdigung einzuladen. Diese hat dann am 11. Mai stattgefunden. Mama ist bereits am Vorabend nach Hamburg gefahren, hat bei Sonja übernachtet und am nächsten Tag dann zum Friedhof, um sich mit den anderen Kollegen dort zu treffen.
Bereits in der Kirche konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Der Pfarrer hat wundervolle, absolut zutreffende Worte gefunden, die mich sehr berührt haben.
Während der Beisetzung ging es dann einigermaßen und auch bei der anschließenden Trauerfeier hatte ich mich ganz gut im Griff. Erst am späten Abend - als ich wieder zuhause war - musste ich nochmal richtig weinen.
Ein so toller Mensch, der für mich nicht nur Kollege, sondern auch Mentor und väterlicher Freund war, musste viel zu früh gehen. Ich werde ihn vermissen!

Nach diesem - wirklich nicht schönen Erlebnis - ging es wenige Tage später dann in die USA. Gemeinsam mit Britta wollte ich das Jovi-Land erkunden und Bon Jovi in ihrer Heimatstadt auf dem Bamboozle-Festival spielen sehen.
Es war ein wirklich toller Urlaub. Wir haben ganz viel gesehen, z.B. Liberty State Park, sind die Küste von New Jersey abgefahren, haben alle wichtigen Stationen "unserer" Jersey Boys besichtigt und jede Menge Spaß gehabt.
Leider nicht an dem Tag, als die Band auftreten sollte. Das war absolut chaotisch. Jede Menge "crowd Surfer", eine heillos überforderte Security-Mannschaft und ein Gedränge, wie ich es zuvor noch nie erlebt habe. Es wurde erst ein wenig besser, als Bon Jovi auf die Bühne kamen und endlich konnte ich mal Luft holen und anfangen das Konzert zu genießen. Immerhin hatten wir uns die zweite Reihe vorgekämpft und das genau mittig vor der Bühne. Jon hat all' unsere Plakate zur Kenntnis genommen und war beim ersten - das Benefit & Joy Plakat - sichtlich überrascht, dass er schon wieder auf welche von dieser "Truppe" trifft  
Nach über neun Stunden stehen, nichts essen und nur wenig trinken, waren wir nach dem Auftritt völlig k.o., sind aber noch ins Stone Pony zur After-Show-Party. Da spielte eine Band, die Britta unbedingt sehen wollte. Irgendwann nach Mitternacht waren wir wieder in unserem Zimmer - mit vielen neuen Eindrücken, immer noch ganz aufgewühlt, aber glücklich und zufrieden.

Wir haben während unseres Aufenthaltes vor Ort auch mal einen halben Strandtag eingelegt und wie sollte es anders sein, natürlich habe ich da auch an Dich gedacht. Sieh' es Dir an:






 
Nach der Rückkehr aus New Jersey ging es ans Aus- und wieder Einpacken, denn sonntags spielte Bruce Springsteen in Köln, wofür wir (und weitere Jovi-Girlz) Karten hatten. Da wir noch voll im "Jersey-Modus" waren - wo auch Bruce Springsteen herkommt und mittlerweile wieder lebt - war das natürlich perfekt. Ein großartiger Abend mit tollen Leuten und ein Wahnsinnskonzert. Einfach grandios!

Ich war so froh, dass der Montag dank Pfingsten noch frei war, so konnte ich mich noch etwas ausruhen, bevor der Büroalltag mich wieder einfangen sollte, was er dann dienstags direkt getan hat.

Aber in dieser Woche war wieder ein Feiertag und Deine Mama hat sich Freitag frei genommen, weil ich mich - wieder mit Britta (ist echt praktisch, dass sie auch gern auf Konzerte geht ) - auf den Weg nach Wetzlar gemacht habe, um mir ein Konzert von Lenny Kravitz anzusehen. Es war ein schöner Ausflug, mit einem tollen Auftritt. Wenngleich wir leider kurz bevor Lenny auf die Bühne kommen sollte pitschnass geworden sind. Aber das war alles vergessen, als er mit einer Verspätung von knapp 35 Minuten losgelegt hat. So toll! Und ich freue mich jetzt schon auf den 22. Juli wenn wir ihn in Lörrach nochmal sehen

Du merkst, es ist für Deine Mama - trotz der Abwesenheit von Bon Jovi - ein volles Konzertjahr. Aber erstens macht es mir Spaß ohne Ende und zweitens ist es doch besser so, als wenn ich nur hier zuhause hocke und viel zu lang und viel über alles mögliche nachdenke. Das heißt ja nicht, dass ich das nicht trotzdem mache und ich gönne mir auch Ruhepausen, aber das Reisen sind Erfahrungen, die mir keiner mehr nehmen kann.

Ende August fährt Mama mit Janina und dem Schlümpfchen für eine Woche in den Urlaub. Es geht nach Menorca und ich ich freu mich drauf. Mal schauen, wie die Maus das Fliegen findet, das Meer, den Strand und ob alles so wird, wie wir uns das vorstellen.

Gleich im Anschluß mache ich dann die nächste Baureise von Benefit & Joy mit. Es geht wieder nach Rumänien und wieder mit jeder Menge Sachspenden im Gepäck. Es sind dann fast zwei Jahre seit der ersten vergangenen und ein Jahr seit unserem letzten Besuch in Bechet. Wir wollen diesmal nicht nur ein Haus bauen, sondern in Bechet auch einen Internet-Raum einrichten, in dem die Bewohner von Bechet geschult werden können, wie man mit dem Internet umgeht. Bis jetzt haben sie dazu leider keine Möglichkeit. Gerade für die Kinder in der Schule ist das aber wichtig, denn über Bildung läuft nunmal nahezu alles und wenn sie gut ausgebildet ins Leben gehen, ist das schonmal sehr viel Wert. Was sie letztlich draus machen wird man dann sehen.

So mein Schatz, nun bist Du erstmal wieder auf dem neusten Stand.

Ach nein, gar nicht wahr. Was ganz wichtiges habe ich fast vergessen:

Du erinnerst Dich an die Petition von Barbara und Mario Martin? Sie haben es geschafft: die Gesetzesänderung ist durch. Ab sofort werden alle Sternchen - egal mit welchem Geburtsgewicht - ins Personenstandsregister aufgenommen. Ist das nicht großartig? Die beiden haben so sehr dafür gekämpft und Anfang Mai war es endlich so weit. Viele Artikel sind dazu in der Presse veröffentlicht worden. Natürlich gibt es auch wieder etliche negative Stimmen dazu und viele, viele Kritiker - aber die meisten befürworten diese Änderung; besonders natürlich die betroffenen Sternenkindeltern.
Nun versuchen die beiden noch zu erwirken, dass auch noch rückwirkend eingetragen werden kann. Das wäre dann ein weiterer Riesenschritt, der vielen Eltern von Sternenkindern so viel bedeuten würde.

So, das war's jetzt aber wirklich!

Mach' Dir keine Sorgen um Deine Mama, auch wenn ich mal länger nichts von mir hören lasse. Momentan geht es mir gut und ich bin viel unterwegs, um Neues zu entdecken und Spannendes zu erleben, von dem ich Dir dann berichten werde.

In tiefer Liebe,
Deine Mama



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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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