Valentin - mein kleiner Prinz
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8. Brief an Valentin
8. Brief an Valentin


Mein geliebter Sohn,

heute ist es soweit: Deine Mama macht sich auf den Weg in den "Urlaub".

So richtig freuen tu' ich mich noch nicht, jedenfalls nicht in der Art, wie ich es sonst mache, wenn's in die Ferien geht. Ich hab irgendwie das Gefühl, als wäre das nicht richtig, dass ich jetzt wegfahre. Als würde ich Dich im Stich lassen und wer zündet denn dann täglich Deine Kerze an, die hier steht?

Ich weiß ja, dass das eigentlich totaler Blödsinn ist solche Gedanken zu haben und mir der Urlaub sicher auch gut tun wird...jedenfalls hoffe ich das.

Trotzdem frage ich mich ständig, wie Du das findest, dass ich jetzt wegfahre. Ich denke darüber nach, ob es richtig ist jetzt schon Urlaub zu machen oder ob ich Dir damit nicht viel eher zeige, dass ich Dich langsam vergesse...was ja nicht der Fall ist.

Komisch, was einem so für Gedanken durch den Kopf gehen.

Ich merke noch immer täglich, wie sehr Du mir fehlst und nach wie vor möchte ich die Uhr zurückdrehen und nochmal da beginnen, als ich feststellte, dass ich schwanger bin.

Obwohl...wer kann mir denn garantieren, dass ich dann all' das nicht erneut er- und durchlebe? Und wer stellt sicher, dass Du dann komplett und gesund bist? Niemand! Und genau das ist ja das Schlimme daran.

In den letzten Tagen stelle ich so viele Veränderungen an mir fest, dass es mich teilweise schon fast erschreckt. Irgendwie bin das nicht mehr ich. Jedenfalls nicht in der Form, wie ich mich bisher kannte. Das fängt bei Gefühlen an, die ich bisher so nicht wahrgenommen habe und hört bei meinem Verhalten auf. Teilweise möchte ich das positiv, teilweise aber auch negativ bewerten. Ich hab' so ein wenig das Gefühl, als wäre ich in der Findungsphase, wer ich wirklich bin .

Vielleicht muss das so sein. Möglicherweise räumt meine Seele auch nur grad auf und es kommt daher. Oder das alles war schon immer da und hat sich nur gut versteckt.

Ich denke über so viele Dinge nach die passiert sind, von denen ich bis jetzt immer geglaubt habe, das längst abgehakt zu haben. Falsch gedacht!

Es ist so, als würde ich mein Leben Revue passieren lassen und dabei feststellen, dass ich viel zu oft falsch gehandelt oder Dinge gesagt habe, die ich gar nicht so meinte.

Einiges würde ich so gerne rückgängig machen, aber auch das geht nicht. Ich kann es zukünftig nur besser oder anders machen, wenn sich ähnliche Situationen ergeben.

Ist schon merkwürdig, worauf man so kommt, wenn man etwas erlebt hat, von dem man nie geglaubt hätte, das es einem passieren kann.
Damit meine ich nicht die Ankündigung, dass Du zur Welt kommst, sondern vielmehr das, was uns ab dem 18. Februar passiert ist. Von diesem Tag an war meine Welt einfach auf den Kopf gestellt und nichts mehr so wie vorher.
Immer und immer wieder stellt man sich dieselben Fragen und immer wieder stellt man fest, dass es keine Antworten gibt. Das schmerzt!

Ich möchte mein Kind wiederhaben, gesund und mit allem dran, was drangehört. Ich möchte mich weiter auf den 5. Juli freuen können. Der Tag, der für Deine Geburt errechnet wurde. Ich möchte Dein Zimmer einrichten wenn ich aus dem Urlaub komme. Ich möchte Babysachen shoppen gehen. All' das machen, was ich mir auf den Plan geschrieben habe, wenn ich aus dem Urlaub zurück bin.
Kurzum: Ich möchte einfach mein altes Leben mit Dir zurück!

Das es nicht machbar ist weiß ich, aber so wirklich will mir das alles noch nicht in den Kopf. Mir ist ja klar, dass Du nicht mehr da bist, aber begreifen (geschweige denn verstehen) kann ich es nicht.

Mein lieber Schatz, auch wenn ich mich jetzt bald auf den Weg in den Urlaub mache, so nehme ich Dich doch mit...tief in meinem Herzen bist Du immer und überall dabei.

Vielleicht finde ich unter Sonne Lanzarotes ein wenig von meiner inneren Ruhe wieder, kann etwas Kraft tanken und mich erholen.
Ich hoffe einfach, dass es nicht nur für eine Woche Ablenkung sein wird (für die Chantal sicher sorgt), sondern etwas dauerhaftes und es auch anhält, wenn ich wieder zuhause bin. Das bleibt wohl abzuwarten.

Während ich Dir diesen Brief geschrieben habe ist mir durch den Kopf gegangen, dass ich Deine Kerze ja auch einfach mitnehmen kann und genau das werde ich auch tun.

In tiefer Liebe
Deine Mama
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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