Valentin - mein kleiner Prinz
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9. Brief an Valentin
9. Brief an Valentin


Mein geliebter Sohn,

eine Woche war Deine Mama nun im Urlaub auf Lanzarote und hat versucht sich zu erholen und ein wenig Kraft zu tanken.

Es ist mir nicht wirklich gut gelungen.

Natürlich gab es Momente, in denen ich die letzten Wochen hinter mir lassen konnte, doch kurze Zeit später waren viele Erinnerungen wieder da. Möglicherweise hat es auch daran gelegen, dass ständig kleinere Kinder oder Babys um mich rum waren. Es ist halt Ferienzeit und somit viele Familien unterwegs.

Der Anblick von dem ein oder anderen Fratz hat mich sehr traurig gemacht. Speckige, kleine Kinderbeinchen, die versuchen im Sand einen Schritt vorwärts zu kommen; Mütter oder Väter, die mit ihrem Kleinen eine Sandburg bauen, die dieser dann gleich wieder mit Hingabe zerstört. All' das hat mir erneut vor Augen geführt, was wir nicht haben werden.

Meine Nerven waren das ein oder andere Mal zum Zerreißen gespannt und ich hab' oft gedacht: weg hier!
Weg von den Kindern, weg von dem Geschrei, dem Lachen oder dem Anblick von glücklichen Familien!

Es war als könnte ich das einfach nicht ertragen. Es mich noch unglücklicher machen, als ich sowieso schon bin.
Du hast mir gerade im Urlaub noch viel mehr gefehlt, als es zuhause der Fall ist.

Hier zuhause kann ich für Ablenkung sorgen, indem ich irgendwas tue oder mich mit Freunden treffe. Auf Lanzarote hatte ich diese Möglichkeit nicht. Es gab ja nix zu tun und meine Freunde waren weit weg, obwohl ich sie in oben beschriebenen Momenten gerne zu mir gezaubert hätte.

So verging also Tag für Tag, bis ich gestern wieder in Düsseldorf gelandet und dann nach Hause gefahren bin.

Tja und da bin ich nun und stelle mir sehr oft die Frage, wie es jetzt wohl weitergeht. Was jetzt wieder kommt, worauf ich mich einzustellen habe.

Nächste Woche werde ich einen kleinen Schritt machen und wieder ins Büro gehen. Wenn ich daran denke, macht sich ein wenig Nervosität breit. Wie wird das wohl sein auf die Kollegen zu treffen? Mich wieder auf die Arbeit einzulassen? Nicht die Gelegenheit zu haben mich kurzzeitig auszuklinken, um mich und meine Gefühle in den Griff zu kriegen, wenn mich eine Welle trifft?

Übermorgen habe ich ein Gespräch mit Frau Hotz-Wegner und da werde ich all' diese Dinge ansprechen. Auch Deine Bilder werde ich erneut mitnehmen. Wer weiß schon, ob es nicht einen Moment geben wird, indem ich sie mir ansehen möchte.

Eigentlich hatte ich ja auch die Hoffnung, dass es mit dem Schlafen wieder besser funktionieren wird, wenn ich zurück bin. Ist aber leider überhaupt nicht der Fall. Gestern abend sind mir die Augen vor lauter Müdigkeit bald zugefallen und als ich mich hingelegt habe, blieben sie nicht zu. Ich konnte einfach nicht einschlafen. Hab' in Gedanken den Urlaub Revue passieren lassen und mich dann in Situationen gesehen, die einfach weh getan und mich traurig gemacht haben. Und die Hauptrolle hast immer Du gespielt. Wie ich schon geschrieben habe, ließ mich meine Phantasie Dinge sehen, die nie da sein werden. Jedenfalls nicht mit Dir und mir zusammen.

Vermutlich wiederhole ich mich zum x-ten Mal, aber es ist nach wie vor so, dass ich noch nicht wirklich begreife, was geschehen ist und was wir alles nicht erleben werden.

Ach Valentin, mein Kopf sagt mir wie es ist, aber mein Herz "denkt" anders. Ich vermisse Dich sehr und wenn ich darüber nachdenke, dass in knapp vier Wochen mein eigentlicher Mutterschutz begonnen hätte, dann werde ich schrecklich traurig.

Ich weiß ja, dass ich mich nicht selbst unter Druck setzen soll oder darf und ich wahrscheinlich viel zu viel (und vor allem zu schnell) von mir selbst erwarte, aber wie soll ich das denn abstellen. Es geht irgendwie nicht.
Das bedeutet nicht etwa, dass ich vergessen will oder werde sondern eher, dass ich verstehen und verarbeiten möchte.
Ist denn das zuviel verlangt?

Mein kleiner Schatz, Deine Mama wird versuchen täglich einen kleinen Schritt weiter voran zu kommen, ohne gleich wieder zwei, drei zurück zu gehen. Inwieweit das gelingen wird? Ich weiß es nicht!

Was ich weiß ist, dass Du mir sehr fehlst!
Auch am Strand von Playa Blanca wie Du siehst.


In tiefer Liebe,
Deine Mama
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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