Valentin - mein kleiner Prinz
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Fips, das Sternenkind
Fips, das Sternenkind

Es war Dienstag, als Fips merkte, dass er nicht ,mehr alleine war in seiner kuscheligen roten Höhle.

Zwei kleine, helle Lichtlein, ähnlich einem Glühwürmchen waren bei ihm.

"Fips?" fragte eine liebe Stimme. Fips konnte sie nicht hören, eher spüren.

"Ja?"

"Fips, keine Angst, mein Bruder und ich sind Abgesandte der Sternenkinder, und möchten Dir etwas sagen. Hörst Du uns kurz zu?"

"Klar, aber was sind denn Sternenkinder?"

"Fips, am Besten fangen wir von vorne an. Deine Mami und Dein Papi haben im Oktober eine Bestellung aufgegeben, in dem sie sich sehr lieb hatten. Diese Bestellung warst Du, ihr Wunschkind.

Du wurdest ihnen geschickt, und aus ihren Chromosomen sollte Dein Körper entstehen, und hier, in Deiner Mami wachsen, damit Du als Baby im Juli geboren werden kannst.

Leider ist bei der Bestellung etwas schief gegangen, einige Teile wurden doppelt geliefert worden, manche Teile fehlen.

Dein Herzchen schlägt zwar schon, aber leider kann Dein Körper nicht zuende gebaut werden...."

"Was? Aber warum denn nicht? Und was geschieht jetzt mit mir?"

Nun erklärte das andere Sternenkind weiter:

"Wenn etwas mit den Bauteilen nicht stimmt, beschließt der Lieferant, Mutter Natur, den Vorgang abzubrechen. Ansonsten wäre das nicht gut für Dich und Deinen Körper.

Zum Glück wurde für solche Fälle vorgesorgt, und nun kommen wir ins Spiel, die Sternenkinder.

Wir wohnen im Himmel und sind schon sehr sehr viele. Jeder von uns ist ein kleiner Stern, und jeder hat die Aufgabe über seine Lieben zu wachen.

Mein Bruder und ich hier passen sehr gut auf unsere Mami und unseren Papi auf, und schicken ihnen Kraft damit ihr Herz ihnen nicht zu schwer wird an manchen dunklen Tagen.

Du wirst zum Beispiel auch auf Deine Eltern und Deine beiden großen Brüder aufpassen. Da hast Du ganz schön was zu tun, die zwei sind nämlich ziemliche Rabauken!

Wenn Du einverstanden bist, wird Dein Herzchen gleich angehalten, und Du kommst mit uns. Du brauchst keine Angst haben, im Himmel bei den Sternenkindern ist es sehr schön. Es ist immer warm, und hell, wir tanzen und haben viel Spaß miteinander. Alles ist friedlich. Es wird Dir gefallen."

"Aber wird Mami nicht traurig sein? Sie freut sich so über mich, das hör ich jeden Tag. Ich kann sie doch nicht alleine lassen."

"Fips, Du wirst immer bei Deiner Mami bleiben können, und sie wird spüren, dass es Dir gut geht. Es wird schwer für sie, aber sie wird es schaffen.

Und wenn Du ein wenig bei uns bist, kannst Du auch mal mit ihr `reden`, sie wird Dich hören, Du wirst sehen.... Bist Du bereit?"

Fips sagte seiner Mami leise Lebewohl, und ging mit den Sternenkindern...

Seine Mami bemerkte erst Mittwochfrüh, dass etwas nicht stimmte, als sie auf dem Bildschirm des Arztes kein Blubbern mehr sah.

Sie wollte es nicht wahrhaben, und holte sich verschiedene Meinungen, in der Hoffnung, einer der Ärzte würde das Wunder entdecken, und ihr sagen, dass ihr Fips noch lebte. Leider vergebens...

Freitags bekam sie starke Krämpfe, so entschloss sie sich doch am Samstag in die Klinik zu gehen. Mit allerletzter Hoffnung schaute sie auf den letzten Ultraschall. Fips Körper war so wunderschön, aber leider ohne schlagendes Herzchen. Sie musste die Tränen zurückdrängen....

Sie kam in den OP, und ihr wurde ein Mittel zum Einschlafen gegeben. Eben noch waren so viele Leute um sie herum, auf einmal wurde alles schwarz, und sie war eingeschlafen.

"Mami?"

Sie hörte von weit her eine helle Stimme, ein kleines Lichtlein schien über ihr zu schweben.

"Mami, hier ist Fips, es geht mir gut. Ich bin seit vier Tagen hier bei den Sternenkindern und es ist wunderschön hier.

Ich kann euch alle von hier aus sehen, Papa, Dich und meine Brüder. Ich pass auf euch auf. Ich bin bei Dir Mama.

Ich habe schon Freunde gefunden, zwei von ihnen hatten mich abgeholt. Sie sagten, ihre Mama Anna habe ihnen schon von mir erzählt, da wollten sie sich persönlich um mich kümmern.

Sie kennen sich hier schon ein wenig aus, und zeigen mir alles. Das hilft mir mich einzugewöhnen.

Eine kleine Frau mit lustigen schwarz-grauen Kringellöckchen hat mich schon besucht, sie sagte, sie sei Deine Oma und würde auch noch auf mich aufpassen.

Ich finde es toll hier Mama, sei nicht traurig..."

Langsam drangen Biep-Geräusche in das Bewusstsein der Mutter, sie wachte auf. Sie hatte Unterleibsschmerzen, und fühlte sich benommen.

Langsam wusste sie wieder wo sie war, und was passiert war.

Obwohl sie traurig war, lächelte sie, und wusste, dass es Fips gut ging.

Sie beschloss ihm am Nachmittag eine Kerze zu kaufen, damit auch Fips sehen konnte, dass sie an ihn denkt.


Autor: unbekannt
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  Update am 21.08.2015 in Briefe an Valentin / 73. Brief an Valentin  
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